Reiseberichte
 

28.09.2008

von Claudi und Werner

aus Perth (Australien)

Hallo zusammen!

 

Mitlerweile sind wir seit 5 Monaten in Perth. Wie es uns in der Zeit ergangen ist? Also dann fange ich mal an. Wir mussten nicht lange suchen, um eine Unterkunft zu finden. Angela und Daniel haben uns angeboten, in ihrem Haus zu wohnen, solange sie auf ihrer Deutschlandreise sind.

Also haben wir erstmal Moritz unseren neuen Mitbewohner kennengelernt. Aber es sollte noch voller werden. Auf dem HorizonsUnlimited  Traverlermeeting an der Ostkueste, haben wir ein paar nette Reisende kennengelernt, die uns in Perth besucht haben. Und wie es der Zufall will, fast zeitgleich.

Den Anfang haben Holger und Anja gemacht. Dann sind Esther und Guido gekommen und zum Schluss noch Adam.

Da war der Kaffe immer schon fertig, wenn wir von der Arbeit gekommen sind. In gemuetlicher Runde haben wir dann abends auf der Terasse gesessen und geplaudert. Waehrend wir uns dann morgens aus dem Bett gequaelt haben, haben die anderen sich nochmal  umgedreht.

Zwei Monate haben wir im Haus von Angela und Daniel gewohnt bevor sie aus ihrem Deutschlandurlaub wiedergekommen sind. Und wir haben es genossen.

 

Danach sind wir fuer einen Monat in das Haus der Nachbarn umgezogen. Irgendwelch Fragen? Nein! Wir hatten auch schon ein drittes Haussitterangebot aber das war leider ein bisschen zu weit, um jeden Morgen zur Arbeit zu fahren. Und irgendwie wollten wir auch mal irgendwo bleiben.

So hatten wir also reichlich Zeit, um uns eine Bleibe zu kuemmern.

Und da sind wir jetzt . Wir leben mit einem Neuseelaender zusammen, der gerade von einer Suedamerikareise wiedergekommen ist, eine alte BMW faehrt und nur darauf spart moeglichst bald wieder nach Suedamerika zu gehen. Wir haetten es nicht besser treffen koennen. 

Und da wir uns hier gerade in der Regenzeit befinden, und keine Lust haben jeden morgen abzusaufen haben wir uns ein Auto zugelegt.  Ach ja auf frieren haben wir auch keine Lust mehr oder Haende hoch wer bei 0 Grad gerne 20km zur Arbeit faehrt.

Aber so einfach ein Auto kaufen, das geht natuerlich nicht. Dafuer braucht man eine Fuehrerscheinnummer und zwar eine westaustralische. Also auf's Amt. Die freudliche Dame hinterm Schalter teilt uns mit, das wir keinen Test machen brauchen, da es ein Abkommen zwischen Deutschland und Australien gibt und im Nachsatz, dass die Verkehrsregeln ja eh gleich seien. Äh... ne is klar!!! Schon mal was von Rechtsverkehr gehoert??? Das hab ich Gott sei dank noch runtergeschluckt, bevor es aus mir herausgeplatzt ist.

Also kommen wir mit einem Sehtest davon. Der Rest kommt dann mit der Post.

Und das Auto ein Nissan Pintara von 1991, was soll ich sagen hatte selbstverstaendlich auch schon einen Platten.

Aber zurueck zu den Motorraedern, unsere temporary regestration laeuft aus, also wollten wir die verlaengern . Das koennte so einfach sein. Aber da haben wir die Buerokratie in West Australien unterschaetzt. Laenger als ein Jahr bekommt man die temporary regestration in West Australien nicht. Also gut. Wie sieht es denn mit importieren aus? Vom Prinzip schon AAAABBBBEEEERRR!!!! Der Papierkram muss erledigt sein, bevor die Motorraeder in Australien ankommen. AUTSCH.... .

Was jetzt....? Wir haben hin und her ueberlegt. Bangladesch waehre die billigste Moeglichkeit unsere Motorraeder aus dem Land zu schaffen. Aber wollen wir das wirklich?? Sehen wir sie dann jeh wieder? Neee, so machen wir das auf keinen Fall. Dann sind wir auf die Idee gekommen sie nach HPN zu schicken. Ich weiss, ich weiss, was der ein oder andere jetzt denkt. Aber nach 60TKM in 2 Jahren haben sich die beiden auch mal einen groesseren Service verdient..;-) immerhin sind beide schon weit uber 100TKM alt!

 

Die Kiste fuer die Motorraeder haben wir am Wochenende bei der Arbeit gebaut und von Schenker abholen lassen. Aber nicht, dass ihr meint, der Zoll ist hier besser vorbereitet, als in Afrika.

Die beiden Herren haben zum Termin den falschen Stempel in der Tasche um unsere Carnets auszustempeln. Ihr wollt mich wohl verarschen. Sie nehmen die Carnets also mit und schicken sie dann zurueck nach Schenker. So weit so gut, schippert unsere Kiste jetzt irgendwo da draussen rum.

Und da wir nicht lange ohne Motorraeder leben koennen, haben wir auch schon zwei Neue. Eine BMW R65 und eine K75. Leider nur Strassenmotorraeder aber der Gebrauchtmarkt gibt hier nicht viel her. In den Perth Hills, haben wir auch schon ein paar Kurven gefunden, die es wert sind gefahren zu werden. So weit zu uns.

 

Halt ich hab, euch ja noch gar nicht verraten, wo ich jetzt arbeite. Das erratet ihr nie. Ich bin unter die Schreiner gegangen. Werner und ich sind jetzt also auch Kollegen. Das heisst, Werner arbeitet ja gar nicht mehr in der Werkstatt. Der ist ja unter die Schreibtischtiger gegangen. Kein Witz. Werner sitzt den ganzen Tag vor dem Computer und programmiert die Zeichnungen fuer die CNC Maschine.

 

So das war's jetzt aber bis die Tage

 

Werner und Claudia

 

26.04.2008

von Claudi und Werner

aus Perth (Australien)

G'day! How are yo going, luv? Should be allright, mate!

 

"Hey kennt ihr nicht Popey?" ruft uns eine Frau aus dem Auto neben uns zu. Das gibt es doch nicht. Das ist doch die Frau vom Graderfahrer den wir auf der Great Central Road getroffen haben. "Der ist jetzt zu Hause."  Wir fahren die naechste Moeglichkeit ran und sie beschreibt uns, wo sie wohnen.

Kurz danach stehen wir vor der Tuer und Popey ruft, "hey, my german friends!" Kommt rein und schon sitzen wir mit einem Bier auf der Terasse. Wir lassen unsere Erinnerungen schweifen. Mit Popey hatten wir eines unserer schoensten Bushcamps incl. BBQ mit Blick auf die Olgas. Stunden spaeter verabschieden wir uns wieder. Auch Australien ist nur ein Dorf.

Von Alice Springs machen wir noch einen Ausflug, in die West Mcdonald Rangers und schauen uns einige der Schluchten in dem Gebirgszug an.

 

Der Muskelkarter vom Plenty Higway, hat sich in Grenzen gehalten. 

Die naechsten Kilomerter, werden dagegen eher langweilig. Der Stuart Highway verlaeuft von Adeaide bis nach Darwin quer durchs Land. Von Alice Springs heisst das nach 1500 km geradeaus fahren. Zum Glueck liegen noch ein paar Highlight's am Weg. Am ersten Tag fahren wir bis zu den Devils Marbels (Teufelsmurmeln) oder fuer die Aboriginies Eier der Regenbogenschlange. Riesige Steinmurmeln die sich in unglaublichen Formationen gestapelt haben. Eine schoener als die andere. Wir warten mal wieder auf den Sonnenuntergang und das richtige Licht als es zu tropfen anfaengt. Klebt da eigentlich irgendein Fluch an uns??

Wir warten den Schauer ab und krakseln weiter durch das endlose Steinfeld. 

Als wir wieder am Zeltplatz sind wartet dort ein australisches Paar auf uns, denen die Motorraeder aufgefallen waren. Sie fragen uns Loecher in den Bauch, weil sie auch gerne mal mit den Motorraedern verreisen wollen. Bevor sie fahren druecken sie uns noch 4 Bier in die Hand und eine Packung Wuerstchen und verschwinden in der Nacht.

Auch am naechsten Tag bietet die Landschaft nicht viel Abwechselung. Der Blick schweift bis zum Horizont und wenn man in den Rueckspiegel schaut bietet sich das gleiche Bild. Man versucht der Muedigkeit zu wiederstehen. Es gibt nichts auf das man sich konzentrieren kann. Es begegnen einem so um die 10 Autos am Tag und das Highlight sind die Roadtrains von denen uns heute 4 begegnen. Wir haengen Gedanken nach, singen Arien in den Helm... und verdammt, wie ging das Lied nochmal weiter?!?!?!?. An den Roadhaeusern gibt es fuer Fahrer den Kaffee umsonst und die Polizei verfolgt heute Muedigkeit am Steuer. Kein Scherz. Das wird auf grossen Warnschildern angeschlagen. Wie das gehen soll? Das konnte uns auch keiner erklaeren.

In Daly Waters schlagen wir heute unser Zelt auf. Einer der australischen Kneipen in denen man vom Organspendeausweis, ueber Unterwaesche bis zu abgelatschten Flip Flos, Waerungen und Paesse aller Herren Laender jetzt auch Werners Motorradhandschuhe begutachten kann.

Daly Waters hat 18 Einwohner und die sind alle in der Kneipe beschaeftigt.

Mitlerweile haben wir die Klimagrenze wieder ueberschritten und das feucht heisse Tropenwetter setzt mir kraeftig zu. Schon das auf und absteigen vom Motorrad ist mir zu viel Anstrengung und so rollen wir mit wenigen Pausen nach Katherine wo ich mich mit Fieber ins Bett fallen lasse.

Am naechsten Tag, ist der Spuck vorbei und wir rollen Topfit weiter bis nach Adelaide River. Wo wir Claudio und Ruth wiedertreffen. Die beiden hatten wir auf dem Horizons Unlimited Reisetreffen kennengelernt.

Werner moechte hier seinen Oelwechsel machen und mit Claudio den Aussetzern auf den Grund gehen, die sein Motorrad zur Zeit immer wieder beim Fahren hat. Besonders nachdem wir von unserem Tagesausflug nach Darwin wiederkommen, wo wir uns ein Digeridoo gekauft haben.

So weit so gut. Den Oelwechsel bekommt er auch noch hin und dann haut es ihn voellig aus den Latschen. Mit fast 40 Grad Fieber liegt Werner flach. Sein Motorrad in guten Haenden zu wissen hat bei der Genesung bestimmt geholfen. Claudio reinigt die Vergaser( jaja ZERSTOIBER....;-0 ) und wechselt das Zuendsteuergeraet. Alles noch nicht die Loesung. Am Ende liegt es an einem losgerappelten Kabel, dem schwarzen um genau zu sein, im Stecker zum Zuendsteuergeraet. Fahrer und Motorrad erfreuen sich nach guter Pflege und Ruths Anitbiotika wieder bester Gesundheit. Es war richig schoen bei euch. Mal sehen wo man sich wieder trifft, wuerd uns sehr freuen.

Nach einer ganzen Woche in Adelaide River geht es weiter und davon halten uns auch nicht die giftigen cane toads ab, die hier ueberall herumhuepfen. Ich finde die gar nicht so ekelhaft und fuer den Erwachsenen sollen sie auch gar nicht so gefaehrlich sein wie sie immer gemacht werden. Naja einfach ein bisschen aufpassen.    

Um an die Westkueste zu kommen muessen wir wieder bis nach Katherine zurueck und dann auf den Victoria Highway. Es geht zurueck nach West Australien. Aber so einfach ist das nicht. Wir kommen zum erstem Mal in eine Lebensmittelkontrolle.

Es ist verboten frisches Obst und Gemuese, Nuesse, Samen, Erde, Honig, Cane Toads (haben wir immer eine im Gepaeck) und ich weiss nicht mehr was noch vom Northern Teretorry nach West Australien einzufuehren. Da es im Northern Teretorry Ungeziffer und Krankheiten gibt die es in WA nicht gibt. Der Officer, der uns kontrolliert, muss magische Haende haben, er tastet meine Taschen von aussen ab und laesst mich fahren. Werner muss einen Koffer aufmachen und kann auch fahren. Um nicht ganz so aufzufallen, hatten wir am letzten Roadhouse die Motorraeder nochmal abgespritzt. So hingen wenigstens keine grossen Schlammklummpen mehr dran. Gell Claudio :-))).

Jetzt sind wir in den sagenumwogenen Kimberlys. In Kununurra fuellen wir unsere Wasser und Lebensmittelvorraete auf, damit wir uns ein paar Tage im Bungle Bungle National Park rumtreiben koennen.

Um in den Park zu kommen, muss man ueber einen 50km langen 4WD Track fahren und ein paar Fluesse durchqueren.

Wir sind in unserem Element die kurvige groesstenteils feste Strecke, mit den gut machbaren Wasserdurchfarten ist genau nach unserem Geschmack. Mit einer Punktlandung zum Sonnenuntergang kommen wir auf dem Zeltplatz an. Und zu unserer Uberraschung sind wir fast alleine. So gefaellt uns das.

Zum Sonnenaufgang geht es los. Wir wollen sie sehen, die grossen Bienenkorb geformten Felsformationen. Wir fahren die 14km die uns zur Kathedral Schlucht bringen werden durch etliche Stops unterbrochen. "Schau mal da und schau mal dort" und "fahr doch noch mal schnell zurueck, dass muss ich fotografieren." Am Parkplatz lassen wir die Motorraeder stehen und laufen zu Fuss weiter. Am Ende der Schlucht ist ein massives Steingewoelbe mit einem kleinen klaren Wasserloch an dessen Ufer es sich ein Varan gut gehen laesst.

Wir lassen die Atmosphaere eine Weile auf uns wirken, devor wir uns auf den Rueckweg machen.

Es ist heiss und wir freuen uns auf etwas kaltes zu trinken. Wir machen einen Abstecher zum Besucher Zentrum bevor wir uns auf dem Zeltplatz einen kleinen Mittags Snack kochen.

Danach fahren wir wieder raus. Den Sonnenuntergang wollen wir schliesslich nicht verpassen.

Fuer den zweiten Tag haben wir uns die Echidna Chasim aufgehoben. Eine schmale Schlucht, in die nur gegen Mittag das Licht bis auf den Boden kommt.

Der etwas sandigerer Abstecher bringt unseren Adrenalienspigel mal kurz zum kochen, als die sandige Kurve, die wir mit Schwung genommen haben, in einem trockenen Kieselstein Flussbett endet. Puh... wir haben unsere Motorraeder beide abgefangen bekommen.

Aber was soll ich sagen, dieser Abstecher hat sich defenitiv gelohnt. Die Schlucht ist an manchen Stellen gerademal  ca. 50cm breit. Wir warten bis die Sonne die Schlucht ausleuchtet und es tut mir leid, dass wir so schnell wieder gehen muessen. Aber wir muessen uns wieder auf den Weg zum Highway machen und das sind von hier noch 72 km.

Die wir aber im Kurvenrausch und auf und ab in 2,5 Stunden ohne Probleme rausfahren. So macht fahren Spass :-)) .

Bis nach Derby machen wir noch 2 Bushcamps. Mittlerweile tauschen wir schon Lieder aus, die man beim Fahren traellern kann.

In Derby schauen wir uns den Hafenanleger an, der durch die Gezeiten beherrscht wird. Bei Ebbe liegen alle Schiffe auf Grund und die Flut kam heute mit einer Hoehe von ueber 11 m herrein und umspuelt neben dem Anleger auch ganz Derby. Leider finden wir auch hier keine Krokodiele die fehlen uns doch noch. Von Derby geht es in einem Rutsch nach Broome. An den Bruecken halten wir immer Ausschau nach Krokodilen aber die wollen sich einfach nicht zeigen. In Broome treffen wir Rob und Carmen wieder, die wir letztes Jahr in Perth kennengelernt haben. Ansonsten gefaellt es uns in Broome ueber haupt nicht. Ob es hier wohl noch Australier gibt? Oder ob die Stadt schon von Touristen uebernommen ist?

Nichts wie weg hier. Aber den Mauie's, Apollo's, Wicked's und Britz (Leihwagenfirmen) entkommen wir nicht mehr.

Die Reifen sind so eckiggefahren, dass man fast nicht mehr um die Kurve fahren kann. Von Broome geht es jetzt ganz schnell. Wir machen jeden Tag Strecke. Die Zeit und vor allem das Geld wird knapp. Und wenn wir dachten, wir haetten schon langweilige Strecken gefahren, haben wir uns geirrt. Broome - Sandfire Roadhouse, ich kann euch sagen ist die meditativste Strecke die wir kennen.  Und ein Roadhouse ist es zur Zeit auch nicht, da es vor einem Jahr abgebrannt ist und in einem Container provisorisch gefuehrt wird.

Wir fahren noch 50 km weiter bis zum 80 mile Beach und gehen im Dunkeln auf Schildkroetensuche. Aber ausser Krebsen finden wir nichts.

 

Ueber Port Hedland (Minenstadt) fahren wir durch den Karajini Park. Es bleibt uns nur Zeit fuer ein kleine Wanderung am Rand der Schlucht entlang und ehrlich gesagt, hatten wir ja schon die ein oder andere Schlucht. Aber wir bekommen endlich mal wieder ein bisschen Schotter unter die Reifen.

Um uns einen Umweg zu ersparen, erkundigen wir uns in Tom Price ueber den Zustand der Gravelroad zum Great Northern Highway.

Werner kommt aus dem Info Center und sagt, " Da soll tiefes Wasser auf den ersten 20km sein" und fuer Motorraeder ist die Strecke absolut nicht zu empfehlen. Wie tief das Wasser sein soll konnte ihm die Dame allerdings nicht sagen. Mit so einer Aussage koennen wir ja gar nichts anfangen. Das muessen wir uns wohl selber angucken.  

Also los. Das Wasserloch ist schnell gefunden und war mit wohlwollen 15cm tief. Der Rest der Strecke auch nicht weiter erwaehnenswert. Mit Sonnenuntergang erreichen wir den 24 Stunden Zeltplatz und schauen uns an in welche Richtung die Wolken ziehen.   

Wir naehern uns einem der Hoehepunkte unserer Reise. Wir fahren zu Ningaloo Reef. Wir fahren rauf nach Exmouth an einen der schoensten Muschelstraende die wir gesehen haben und dann zum Schnorcheln nach Coral Bay. Das absolut Atemberaubenste was ich je gemacht habe. Schwerelos ueber das Riff gleiten. Mit seinen bunten Fischschwaermen und endlosen Korallenlandschaften, sind wir sogar ein Stueck mit einer Meeresschildkroete geschwommen. Ich bin jetzt noch voellig berauscht.

Zur Erinnerung nehmen wir uns einen kleinen Sonnenbrand mit. Beim Fahren haengen meine Gedanken dem Gesehenen hinterher.

Die Zeit rennt. Im Kalabri Park machen wir noch einen Abstecher zum Natures Window und in der Hutt River Province lassen wir uns unsere Paesse stempeln. Das ist eine 75qkm grosse Farm die sich 1970 von Australien selbstaendig gemacht hat. Ganz schoen skuril. Heute wurden ein paar Staatsbuerger zum Ritter geschlagen. Das ganze Prozedre mit Schwert und so... .

Seitdem wir Coeal Bay verlassen haben, ist es kontinuierlich kaelter geworden und wir tragen beim Fahren wieder unsere Jacken. Bevor es jetzt nach Perth zurueck geht stehen nur noch die Pinacles auf unserer Liste. Das Zelt bauen wir auf dem Zeltpatz auf und dann machen wir uns auf in den Park. Der erste Eindruck war eher bescheiden aber auf den zweiten Blick haben uns die Pinacles gewonnen. Leider muessen wir mal wieder die Regenpausen nutzen und einen Sandsturm bekommen wir dann auch noch.

Als wir wieder am Zeltplatz ankommen steht unser Zelt anders. Ops.. an das hatten wir ja gar nicht mehr gedacht. Unsere Nachbarn waren so nett unser Zelt vorm Ertrinken zu retten. Da der Platz gleich hinterm Strand ist.

Wir spannen das Zelt ordentlich ab und retten uns vorm naechsten Schauer in die Camper Kueche.

Bei dem Wetter freuen wir uns richtig darauf ab Morgen wieder in einem Bett zu schlafen.

Und da sind wir auch schon wieder in Perth/Hilton (das hat nichts mit dem Hotel zu tun, ist nur der Stadtteilname).

Im Haus von Angela und Daniel, die zur Zeit in Deutschland unterwegs sind und ihr Haus zur Verfuegung gestellt haben.

Und das Allerbeste, wir haben unser neues Visa im Pass :-)))). Am Montag faengt Werner wieder an zu arbeiten und ich werde mich auf die Suche nach einer Stelle machen.

Zusammengefasst heisst dass, wir sind in 141 Tagen, 26 000km durch alle Staaten Australiens +Hutt River Province gefahren, hatten nicht einen Platten aber jede Menge Spass.

 

Bis dann

 

Werner und Claudia

21.03.2008

von Claudi und Werner

aus Alice Springs (Australien)

Hallo zusammen!

 

Wir hatten gerade ein nettes Plaetzchen auf der Faehre nach Tasmanien gefunden, da spricht uns Moni an. Sagt mal, kennt ihr eigentlich Ralf und Eva? Die beiden sind 3 Jahre mit ihren Motorraedern unterwegs gewesen. Aber natuerlich haben wir schon von den beiden gehoert.

Die 2 haben eine ganze Weile bei Moni in Peth gewohnt. Man das ist ja ein Zufall. So gehen die ersten Stunden auf der Faehre trotz kraeftigem Seegang schnell vorbei.

Zum Sonnenaufgang, kommen wir in Devenport an und unsere Reise faengt an der Ostkueste an.

Im Mt. Wiliam N.P. begruessen uns die Kangerus gleich auf dem Campingplatz direkt am Meer. Eine atemberaubende Stimmung.

Am naechsten Morgen fahren wir auf kleinen Wegen wieder aus dem Park raus. Zwar nicht wirklich schnell, aber Kaengerus stehen verdammt schnell aus dem nichts im Weg. Das passt nicht. SCHEISSE!!! NEEEIIINNN!!! BANG!!! Das Protektorenhemd hat mal wieder ganze Arbeit geleistet. Ich (Claudia) bin OK. Aber das Motorrad?!?! Den Leker wieder gerade gebogen und weiter geht's. Nur die Maisdose im Seitenteil vom Tankruksack hat es nicht ueberlebt.

An der Ostkueste von Tasmanien wird viel Landwirtschaft betrieben und wir fahren an riesigen Plantagen vorbei. Zur Zeit ist Kirschen, Himbeer und Erdbeer Ernte.

An all den Feldern vorbei, fahren wir in den Freycinet Park. Leider ist Hauptsaison und der Campingplatz ist ausgebucht. Wir duerfen trozdem bleiben und in der BBQ Area unser Zelt aufschlagen. Also koennen wir doch noch den sagenumwogenen Sonnenuntergang am Strand ansehen den jeder der in Tassi lebt mal gesehen haben muss. Dieser Park ist ein muss fuer jeden.

Mit einem Flaeschchen Bier, lassen wir die Sonne untergehen.

Da auf Tassi alles ein bisschen kleiner ist bleiben wir im Zelt liegen, bis die Aussentempratur wieder auf 10 Grad geklettert ist und die Sonne das Zelt aufwaermt.

Weiter geht es Richtung Sueden dort wo in der Vergangenheit die Gefangenen untergebracht wurden, nach Port Arthur. Hier tummeln sich Millionen von Touristen und da zahlt man mal eben schlappe 15 Euro um sich ein Gefaengnis anzugucken. 

Alles Verbrecher! Wir suchen den naechsten Zeltplatz auf und kochen unsere Nudeln.

Wir brauchen mal wieder eine Waschmaschiene, also machen wir es uns 2 Tage in Hobart gemuehtlich und schlendern am Samstag Morgen ueber den Salamanca Markt. Bevor wir am Sonntag Richtung Westkueste aufbrechen treffen wir uns nochmal mit Moni zum Fruehstueck. Um dann gegen Mittag im Regen aufzubrechen. Rechzeitig zum Sonnenuntergan kommen wir im Mt. Field N.P. an und gehen noch schnell zum Wasserfall. Als wir so am Fluss entlang schlendern und nicht wissen wo wir zuerst hinsehen sollen, in diesem Urwald mit Baeumen bis zu 79 m hoch und Fahrnen die 400 Jahre alt sind schwimmt ein kleines Schnabeltier durch den Fluss. Taucht mal kurz auf und schwimmt unbeeindruckt an uns vorbei.

Mittlerweile kommt es einem fast alltaeglich vor, dass die Kaengerus ueber den Zeltplatz huepfen.

Am Morgen fahren wir zum Wombat Moor. Das Moor leuchtet im Morgenlicht in einem saftigen gruen und geht in einen stahlblauen Himmel ueber. Der Blick schweift bis zum Horizont, aber weit und breit kein Wombat.

Als naechstes steht wieder eine unbedingtes muss an. Eine Traumstrecke fuer jeden Motorradfahrer. Die Strecke schlaengelt sich durch die Wilderness von Tasmanien und dann halten wir uns auf Westkurs zum Gorden Damm. Uns wird regelrecht schwindelig und das nicht nur, weil wir ueber die Stahltreppe zum Damm runtergehen und keine Ahnung wie weit zwischen unseren Fuessen in die Tiefe sehen.

Eine unserer kaeltesten Naechte steht uns bevor. Bei 4,4 Grad starten wir am Morgen die Motoren. Brrrr.... . Auch heute werden unsere im Outback plattgefahrenen Reifen wieder etwas in Form gebracht. Es geht in den Lake St. Claire N.P.. Wir sind mal wieder auf den Spuren der Schnabeltiere. Aber nicht wirklich vom Glueck verfolgt. Nach einer netten Wanderung geben wir auf. Ueber Queenstown geht es nach Strahan an die Kueste. Wir schlagen in einem der Zeltplaetze fuer Lokals auf und bekommen einen der schoensten Zeltplaetze auf einer kleinen Waldlichtung. Aber bevor wir fahren, muessten wir an den Strand fahren raet uns der Platzwart. An den Strand? Ist das erlaubt? Ja aber sicher, das machen doch alle hier. Dann nichts wie hin. 

Die Motorraeder etwas mutig zu nah ans Wasser gefahren, erwischt uns der Auslaeufer einer Welle und zieht uns den Sand unter den Raedern weg. Waehrend ich panisch werde, steigt Werner vom Motorrad ab und macht Fotos. Puh fuer mich war das genug Adrenalien. Zurueck auf den harten nassen Sand und gemuetlich ueber den Strand fahren. Ein irres Gefuehl.

Damit wir das Vergnuegen spaeter nicht beraeuhen, spritzen wir die Motorraeder an der naechsten Tankstelle ordentlich ab. Bevor es nach Devenport zurueck geht, fahren wir noch in den Craddle Mountains vorbei. Ich weiss ich wiederhole mich aber auch das ein muss. Eigentlich wollten wir hier auf den Gipfel wandern,aber die Wettervorhersage hoerte sich ungefaehr so an, Regen und Gewitter. Fantastisch, da bleiben wir doch lieber auf dem Boden und wandern einmal um den See. Hier finden wir auch endlich einen Wombat, der so mit dem Fressen beschaeftigt ist, dass er gleich mal meine Hose probiert.

Auf dem Weg Richtung Liffy Waterfalls treffen wir an einem Aussichtspunkt auf Peter und Bruce. Zwei Mororradfahrern mit denen wir im naechsten Ort einen Kaffe trinken gehen. Als wir uns verabschieden drueckt Peter uns seine Karte in die Hand und sagt, wenn wir in Devenport sind, sollen wir uns melden, wir koennen bei ihm im Gaestezimmer schlafen so lange wir wollen. Unglaublich! Wir kurven noch ein bisschen im Norden herum, bevor wir nach Devenport fahren und tatsaechlich 4 Tage bei Peter unterkommen und ein paar unvergessliche Touren mit ihm und Freunden fahren. Er zeigt uns wilde Pinguine und organisiert ein BBQ fuer uns, an dem er uns allen seinen Freunden vorstellt. Darauf folgt dann ein BBQ zu dem uns einer seiner Freunde einlaedt und dann muessen wir leider auf die Faehre zurueck nach Melbourne. Beim Reifenwechseln, haben wir festgestellt, das Werner eine Dichtung im Endantrieb wechseln muss und wir wollen mal wieder alle Oele wechseln. Ach ja...der TKC Hinterreifen hat alle Erwartungen DEUTLICH uebertroffen mit 21000 km auf beiden Maschienen der Vorderreifen hat es leider nur auf 17000km gebracht ;-)) !! Um einen Termin beim empfolenen BMW Schrauber zu bekommen muessen wir eine Woche warten aber Andrew und Amilia sind so nett uns so lange zu ertragen. Die Woche geht ehrlich gesagt ziemlich schnell um. In Melbourne gibt es einiges zu sehen oder einfach nur durch die Strassen schlaendern, oder abends gemeinsam mit Andrew und Amilia kochen und plaudern. 

Beim Ausbauen des Endantriebs stellen wir dann auch fest, was die Dichtung hingerichtet hat. Eine Angelschnur. Die haben wir wohl am Strand eingesammelt. Nach 3 Stunden verabschieden wir uns wieder aus der Werkstatt und fahren durch den Stop and Go Verkehr, als Werner etwas zu lange auf seine Karte schaut und versucht einen Tunnel in das Auto vor ihm zu fahren. Das darf doch icht war sein. Der Schaden ist nicht gross und an Werner und am Motorrad kaum ein Kratzer aber wir werden an der Polizei nicht vorbeikommen. Wir folgen dem Auto zur Polizeistation ausser Personalien interresiert die der Schaden nicht. Es kommt nicht einmal jemand gucken. Wir wollen das geklaert haben, also fahren wir noch an einer Werkstatt vorbei und als der Mechaniker hoert, das das Auto von '86 ist meint er nur, hey mate er hat Dir 200 Dollar angeboten nimm das Geld und mach keinen Wirbel um nichts ich mach jetzt Feierabend.

Jetzt aber, zweiter Anlauf uns raus aus dem Grossstadtverkehr.

Wir haben noch ein bisschen Zeit, bis wir Ende Februar in Tintaldra am Murray River (Victoria) zum Horizons Unlimited Reisetreffen sein wollen, also fahren wir noch ins Wilsons Promotory, nach Seaspray an den 90 mile beach (und der ist wirklich so lang) und ueber Gravel in den Victoria Alps nach Dargo. Ein etwas abenteuerliches Vergnuegen. Auf dem ersten Weg den wir waehlen, fehlt auf halber Strecke eine Bruecke und das Wasser ist definitiv zu hoch zum durchfahren. Also zurueck zum letzten Abzweig und einen kleinen Umweg fahren. Ach noe jetzt... was'n das.... . Nein unsere Augen spielen uns keinen Streich, da liegt wirklich ein Baum auf dem Weg. Nicht schon wieder zurueck. Der Baum hat uns ein kleines Loch freigelassen. Also Motorrad lagsam ranschieben, anpeilen, quer an den Hang legen (fast jedenfalls, ich drueck mit aller Kraft gegen die Koffer damit das Motorrad nicht umfaellt) den Kopf einziehen, und geschafft Werner's Motorrad ist durch.

Eine kurze Verschnaufpause und gleich nochmal mit meinem Motorrad.

Von Dargo geht es dann am naechsten Tag weiter durch eine ganz aussergeweohnliche Landschaft. (vor genau einem Jahr ist hier alles abgebrannt)  die verkohlten Eukalyptusbaeume fangen wieder an zu treiben. Das saftige Gruen steht in einem irren Kontrast zu den schwarzen Baeumen. Oder man sieht grosse Flaechen weiss ausgeblichener Baumskelette in der Gegend stehen.    

Per Internet, haben wir Kontakt mit Touratech Deutschland und Australien aufgenommen. Eine unserer Therm-A-Rest Matten entwickelt ein seltsmes eigenleben und schlaegt Blasen. Hervoragender Kundenservice, macht es moeglich, dass wir die Matte bei Touratech in Autralien voellig problemlos tauschen konnten. Ausserdem haben wir noch ein paar gute Werkstaetten  von Tony empfohlen bekommen. Werner braucht ein neues Lenkkopflager und ich brauche ein neues Auge fuer mein Federbein. 

Zufaellig ist DMS ein Federbein Hersteller nur 80 km von Caboor entfernt und mit einem kurzen Anruf auch am naechsten Morgen ein Termin vereinbart. BMW verkauft genau das Teil, dass ich kaputt bekommen habe nicht als Ersatzteil und die DMS Variante haelt 2 Stunden, was ein Glueck, da ist noch ein zweiter Federbeinhersteller im naechsten Ort. Fuer alle die noch aeltere Mopped's fahren als wir, die Firma ICON (KONI) ist in Albury\NSW  und die hatten fast das richtige Teil;-)) Das Auge bringt uns tatsaechlich bis nach Brisbane und dort wartet ein neues Auge von HPN auf uns (aber dazu spaeter).

Nachdem Werner mein Federbein also zweimal an einem Tag aus- und eingebaut hat geht es endlich zum Motorradtreffen. Aber nicht so schnell. Wir bleiben ein bisschen vom Pech verfolgt. Werner's Motorrad kippt ueber den Seitenstaender. Von dem guten Stueck koennen wir uns jetzt verabschieden, glatt durchgebrochen (war nach mehrmaligem kalten und warmen verformen ja nicht anders zu erwarten..). 

Wir freuen uns schon seit Wochen darauf andere Reisende zu treffen. Wir sind die ersten, die am Murray River das Zelt aufschlagen und schlaendern durch Tintaldra. Ein Hotel, ein kleiner Laden mit Post und die Stadthallen. Ach ja und ein Campingplatz. Dort treffen wir auf Ruth und Claudio die schon eine Weile in Australien unterwegs sind, spaeter kommen noch Anja und Holger dazu, die nach Australien ueber Vladiwostock, Japan und Neuseeland angereist sind.

Abends in der Kneipe kommen noch Esther und Guido dazu und unser deutschsprachigen Stammtisch war komplett.

Nach und nach sind natuerlich auch noch ein paar Australier angereist die zum Teil fuer ein Wochenende mal eben aus Brisbane 1700km angereist kommen. Das Wochenende war absolut fantastisch und war viel zu schnell vorbei.

Danach hatten wir dann reichlich Uebernachtungsangebote die wir auch dankend entgegen genommen haben. So haben wir  einen Schnellkurs in australischer Gastfreundlichkeit bekommen. Ueberwaeltigend kann ich dazu nur sagen. 

Nach dem Treffen fahren wir zuegig nach Canbarra der australischen Hauptstadt. Dort hat Werner einen Termin um sein Lenkopflager zu wechseln. Mit Peter hatten wir auf dem Treffen schon vereinbart, dass wir vorbeikommen und so brauchten wir uns schonmal keine Gedanken um die Orientierung zu machen. Eine kleine Fuehrung durch die Stadt war da auch inbegriffen.

Seit geraumer Zeit, macht Werner sich Gedanken wie wir unsere Motorraeder mit der Oper und der Habour Bridge in Sydney fotografiert bekommen. Auch diesesmal ist es wieder die Telefonnummer von einem Peter, die wir waehlen. Er hat uns angeboten uns durch den Stadtverkehr von Sydney zu Miss Macquieries chair dem idealen Fotospot zu lotsen.

Von Sydney fahren wir etwas landeinwaerts in die blue mountains. Die Landschaft wird huegelig und gruen und fuehrt uns auf Umwegen nach Nimbim. Einem Ort, indem die Bewohner noch heute wie in den 70er Jahren leben. Alles ist bunt und die Atmosphaere ist sehr angenehm.

Weiter geht es nach Brisbane zu Jutta und Peter einem deutschen Paar, dass wir an der great ocean road kennengelernt haben. Das Paeckchen mit unserem Ersatzteil und alles was wir zum Wechseln  brauchen (von HPN) liegt schon auf dem Bett. Super dann sind die Motorraeder beide wieder fit und wir verbringen ein paar nette Tage mit Jutta, Peter und ihren beiden Kindern. Peter macht mit uns eine Stadtrundfahrt, was uns eher wie Achterbahn fahren vorkommt. bergrauf- und bergrunter und um die naechste Kurve  ausserdem ist mal wieder ein bisschen Kultur dran und wir besuchen die Andy Warhol Ausstellung. Von Brisbane geht es nach Fraiser Island der groessten Sandinsel der Welt. Dafuer haben wir uns aber einen kleinen 4wd geliehen, da wir uns mit den Motorraedern nicht durch die Spuren quaelen wollten und sich das Salz auch nicht so schoen an den Motorraedern macht.

Man wird mit der Faehre direkt am Strand abgesetzt. Wir kommen guenstig zur Ebbe an. Also blasen wir erstmal ueber den Strand, bevor wir das Inland bis lake Mc Kanzie erobern. Die Insel ist einfach fantastisch. Strand, Sand, Seen und Dschungel. Campen hinter den Duenen am Meer. Ich kann euch sagen, an der Autobahn schlafen kann nicht lauter sein. Aber das Gefuehl ist unbeschreiblich. Zwei Tage lassen wir uns von der Insel bezaubern. Es ist hier das Normalste auf der Welt von der Tankstelle wieder auf den Strand abzubiegen.

Leider bekommen wir immer mal wieder einen kraeftigen Schauer ab. Also beschliessen wir uns wieder auf den Weg ins Outback zu begeben. Der Plenty Highway steht auf dem Programm. 646 km davon Gravel und 460 km ohne Versorgung.

Von Queensland bringt er uns ins Northern Terretory. 646km auf denen nach zwei Stuerzen bei mir der Hebel umgefallen ist und ich vor den Sandfeldern endlich das Gas stehen lassen, damit das Motorrad zwischen 70-90km/h durch die Spuren surft. Ich kann's. Ich kann's noch gar nicht glauben. Aber nach 340km Gravel und 170km Asphalt in der zweiten Tagesetappe bis Alice sind wir reif fuer ein paar ruhige Tage ueber Ostern.

 

Also wuenschen wir allen ein schoenes Fest und macht's gut

 

Werner und Claudia       

11.01.2008

von Claudi und Werner

aus Melbourne (Australien)

God'day!

 

Werner hat mich in Alice Springs sitzen gelassen und ist nach Darwin geflogen. Ein Missverstaendniss nennen Australier das. 

 

Am 2.Dezember sind wir in Fremantle losgefahren. Zuerst haben wir in unserem Lieblingscafe noch einen Kaffee getrunken. Und dann geht es los in die Weiten des australischen Kontinents.

Endlich koennen wir wieder im Busch schlafen und der Tagesrhytmus wird wieder von Sonnenauf-und untergang bestimmt.

Aber irgendwie koennen wir es noch gar nicht richtig glauben, heute Abend geht es nicht wieder zurueck nach Fremantle. Der Blick geht vorraus, auf dem langen unendlich erscheinenden Asphaltband. 

In Kalgoorlie besichtigen wir den Superpit. Ein gigantisches Loch, in dem Gold abgebaut wird. Wir kommen gerade puenktlich zum Happy End der Filmaufnahmen und muessen aufpassen, dass wir nicht durch das Bild laufen. Der Weg nach Laverton, fuehrt an unzaehligen toten Kangerus vorbei. Wir sind uns sicher, dass diese Strecke in toten Kaengerus und nicht in km gemessen wird. Ich habe den Geruch jetzt noch in der Nase.

In Laverton, muessen wir uns noch eine Genehmigung holen, dass wir durch Aboriginal - Gebiet fahren duerfen und dann geht es auf die Piste. Es heisst, in West Australien soll die Gravel Road besser sein als im NorthernTerritory. Also gut wir lassen es fuer den ersten Tag langsam angehen und rollen noch 100 km bevor wir rechts zum Campen abbiegen.

 

In Warburton warten Bens Eltern auf uns. Sie haben uns eingeladen bei ihnen zu schlafen, wenn wir in Warburton sind. Die letzten 6 Monate haben wir in ihrem Haus gelebt und sie waren ab und zu mal auf Besuch. Da wir erst nach 18.00 Uhr angekommen sind, haben sie sich schon Sorgen um uns gemacht und beim einsamsten Roadhouse der Welt angerufen. Dort haelt jeder der auf der Strecke unterwegs ist zum Tanken. Natuerlich auch wir. Ihr seht also, es ist gar nicht so einfach im Outback zu verschwinden.

Wir sind voellig ueberrascht vom Outback. Nichts habe ich mir nicht so gruen vorgestellt. Da ist Nichts. Das ist die Aussage, die man bekommt, wenn man nach dem Outback fragt.

Und langsam mache ich mir auch ernsthafte Gedanken ueber den Zustand der Piste im NT. . Das Wellblech das wir hinter uns haben ist das Schlimmste, dass wir bis jetzt gesehen haben. Den Lenker auf Kurs zu halten ist Schwerstarbeit, man hat einfach nur den Wunsch loszulassen aber die Finger lassen sich nicht mehr oeffnen. Was schlimmeres kann ich mir nicht vorstellen. (Fuer alle die jetzt denken dann muss man halt Gas geben wir sind knapp 100 gefahren und es hat uns immer noch zerrissen).

Nach einem netten Abend bei Bens Eltern und einen Spaziergang durch die Kommune geht es weiter.

Es ist sehr windig und die Temperaturen sind auf ueber 40 Grad gestiegen und die Wolken in der Ferne sehen stark nach Gewitter aus.

Nachdem wir die Blitze schon seit einer ganzen Weile sehen, haben wir es dann auch endlich erreicht. Es regnet Hunde und Katzen (oder Kaengurus und Wombats wir waren uns nicht so sicher...). Wir sind genau im Zentrum des Gewitters angekommen. Innerhalb von Minuten sind wir puddelnass. Buschcampen faellt heute regelrecht ins Wasser.

Wir muessen Warakuna erreichen dort gibt es den naechsten Campingplatz.

Heute werden wir selber sehen, wie die Strassen im Northern Teretory sind. Wir haben mal wieder eine Zeitgrenze ueberquert so dass wir euch mittlerweile 8,5 Stunden voraus sind.

Kurz nach Docker River kommt uns ein Graderfahrer entgegen der seine Arbeit gerade beendet hat und vor uns liegt eine nagelneu gegradete Gravelroad. Was wuenscht man sich mehr.

Da uns das Wetter immer noch nicht ganz geheuer ist, fragen wir den Graderfahrer, ob er einen guten Platz zum Zelten weiss. Er erklaert uns, wo sein Camp ist und dort treffen wir uns am Abend. Wir duerfen in seinem Wohnwagen duschen (er hat 5000l Wasser und 2x 7000l Diesel dabei) und er macht ein Barbeque fuer uns.

Der Platz bietet einen herrlichen Ausblick auf die Olgas bei Sonnenauf- und untergang.

Es sind nur noch 40 km bis zum Uluru (Ayers Rock). Auch wenn das Wetter nicht perfekt ist, ist es ein gigantischer Berg der da in der Gegend rumsteht.

Eigentlich wollten wir bis zum Sonnenuntergang im Park bleiben aber irgendwas hat uns angetrieben weiter zu fahren.

An diesem Abend, gab es eine Sturmwarnung und auch 80 km weiter in Curtain Springs mussten wir unser Zelt wieder abbauen, bevor das Unwetter anfing. Rings um den Uluru hat es geschuettet und gewittert. Man muss sich nicht jeden Sonnenuntergang ansehen. Glueck gehabt. Und wir stellen die Aussage, Australien sei der trockenste Kontinent langsam in Frage.

Auch den Kings Canyon wollten wir uns nicht entgehen lassen, also sind wir in unsere Wanderschuhe gehuepft und den 6km Rundweg gelaufen der am Garden of Eden einem Wasserloch vorbeifuehrt.

Nach unseren kulturellen Abstecher geht es dann zuegig weiter nach Alice Springs. Dort soll Werner seinen Englischtest machen, den wir fuer das neue Visa brauchen. Aber als wir bei dem Institut anrufen um die genaueren Daten zu erfahren heisst es, der Test ist nicht in Alice, der Test ist in Darwin. Und uns faellt ganz gepflegt die Kinnlade runter. Um das auf europaeischem Massstab auszudruecken, die haben den Test mal so eben von Koeln nach Barcelona verlegt.

Also auf zum naechsten Flight Center und einen Flug buchen.

So kam es, das Werner mal eben schnell einen Abstecher nach Darwin machen musste und ich mit all unseren Klamotten in Alice Springs geblieben bin.

Jetzt haben wir noch eine Woche Zeit bis Weihnachten. Wir wollen unbedingt mit Jens, Hanka und Maika feiern, die fuer drei Monate mit ihrem Gespann durch Australien reisen.

Es geht den Stuart Highway bis Cooper Pedy runter. Einer Minenstadt in der Opale abgebaut werden. Dort informieren wir uns ueber den Zustand des Odnadata Tracks, der alten Eisenbahnverbindung zwischen Adelaide und Darwin. Nicht fahrbar sagt die Frau bei der Polizei. In super Zustand sagt die Frau die an der Hotline fuer den oeffentlichen Strassenzustand ans Telefon geht. Also auf zum Track. An vielen Stellen kann man noch Ueberreste von den Schienen und den alten Eisenbahnbruecken sehen. Und selten haben wir eine Gravelroad in einem so hervorragenden Zustand gesehen. Nach dieser Reise in die Vergangenheit machen wir uns in die Flinders Rangers (einer Bergkette) auf. Einem Nationalpark mit Schluchten und Kaengerus in einer wunderschoen bewaldeten Landschaft. In der man sich im fotografieren verlieren kann.

Um puenktlich zum Weihnachtfest zu kommen muessen wir uns jetzt etwas beeilen.

Vor Adelaide kommen wir in den staerksten Regen den sie seit langem hatten (den Monatsdurchschnitt an einem Tag) und schaffen es vor Sonnenuntergang am 23.12.07 in den Snowy River Nationalpark, wo Jens, Hanka und Maika uns mit einem Lagerfeuer erwarten.

Wir verbringen unser Weihnachtsfest mit baden unter einem Wasserfall und grillen am Abend, Mutterseelen alleine eingehuellt in einer vom Wald komponierten Geraeuschkulisse wie man es sich schoener nicht vorstellen kann. 

Ganz anders unser Sylvester, dass wir an der Ostkueste im Mimosa Rocks Park feiern und froh sein konnten noch einen Platz gefunden zu haben. Nach einem Avocado Dip mit Kraeckern gab es Steak mit gemischtem Gemuese vom Grill und ein Tiramisu.

Wir treiben uns eine Woche an der Ostkueste herum und springen jeden Tag an einem anderen Traumstrand ins kristallklare Wasser.

Man macht auch so die ein oder andere Erfahrung mit dem Wildlife. In der Regel ist das auch sehr nett so haben wir schon Kaengerus, Possums, Papageien und Koalas gesichtet aber auf die Spinne im Zelt haette ich verzichten koennen.

Nach 10 Tagen trennen sich unsere Wege wieder. Fuer Jens, Hanka und Maika geht die Reise langsam zu Ende. Der Abschied faellt uns nicht ganz leicht und so ziehen wir den letzten Kaffee schon ziemlich in die Laenge.

Kaum sind wir alleine unterwegs holt uns der Regen wieder ein, den wir bis zur Great Ocean Road wieder abgeschuettelt haben. Die Einzigartigkeit im Detail erschliesst sich einem erst, wenn man die ausgeschilderten Aussichtspunkte anfaehrt, wie die 12 Apostel und Dutzende mehr. Wir sind bestimmt 5 km gelaufen aber es lohnt sich.

Dann geht es nach Melbourne zu Andrew. Dem Englaender mit dem wir unsere Motorraeder im Container verschifft haben.

Hier bleiben wir nun ein paar Tage bevor wir auf das Schiff nach Tasmanien gehen.

 

Schoene Gruesse ans andere Ende der Welt

 

Werner und Claudia

18.11.2007

von Claudi und Werner

aus Fremantle (Australien)

Gidday oder auch Tach zusammen!

 

Was macht man so in Australien? Vorallem "No worries" (keine Sorgen) oder "deal with it" (mach das beste draus).  Wenn man sich einmal daran gewoehnt hat, kommt man hier super klar. Da wir jetzt auch wissen, das die Abkuerzung W.A. nicht fuer Western Australien steht sondern fuer "wait a while" (wart ein bisschen... laenger). Da bekommt man auch keine Kopfschmerzen mehr, wenn auf der Dienstbesprechung darueber debattiert wird, ob sich Raucher nach dem Rauchen umziehen muessen, da es Kollegen gibt, die sich durch den Geruch in ihrer Gesundheit eingeschraenkt fuehlen. (kein Witz, aber es gibt aktuell noch keine Loesung zu dem Thema) Fakt ist, dass man hier in vielen Kneipen auch draussen nicht mehr Rauchen darf.

Wenn mal wieder ein laues Lueftchen vom Hafen ueber Fremantle zieht da dort Schafe verladen werden, ich sag Euch das stinkt wiederlich, ist man schonmal froh, dass es noch nicht so heiss ist, wie uns die Australier seit Wochen prophezeien.

In den letzten Wochen haben wir unsere Sportkentnisse in Australien Football und im Rogby verbessert.

Ausserdem haben Charlie (Hund) und George (Katze) ein paar Feunde mitgebracht. Die Flohbekaempfung hat ein paar Wochen gedauert. Nachdem wir das ganze Haus mit Flohbomben eingeraechert hatten und Charlie und Georg ihre Tinktuerchen bekommen haben, sind wir sie endlich los die kleinen Bister. Wir dachten zwischendurch schon, wir wollen doch nur die Floehe und nicht Charlie und George um die Ecke bringen.

Und fuer alle die meinen, wir sollen nicht so viel ueber das Wetter jammern. Ich hatte hier mein erste Mandelentzuendung. Eine Woche habe ich mit Fieber im Bett gelegen und Antibiotiker geschluckt. Oder sind wir schon so verweichlicht?  

Die Nacht vom 12.10. auf den 13.10.07 haben wir gemeinsam mit Dagmar und Udo auf dem Flughafen verbracht. Die beiden hatten einen 5-stuendigen Aufenthalt in Peth, bevor sie in die Kimberlys weitergeflogen sind. Man mag gar nicht glauben, wie schnell so eine Nacht bei Kaffee,  mitgebrachten Kinderrigeln und Haribo (danke Juergen) vergehen kann. Neben ein paar neuen Diafilmen, gab es noch ein neues Objektiv, damit wir Ingo und Juergen auch weiterhin mit Diafilmen beschmeissen koennen.

Mittlerweile haben wir auch unseren Anschlusscarnt damit unsere Mottorraeder weiterhin legal im Land sind. Auch dafuer ein grosses Dankeschoen an Juergen, der sich mit dem ADAC in Deutschland auseinandergesetzt hat, damit wir alle Papiere, die wir zum Beantragen brauchten bekommen haben.

Und siehe da, da ist doch nicht nur der Carnet in unserem Briefkassten gelandet sondern auch ein Postkarte vom Saextet Treffen (Motorradtreffen) aus Dresden. Die haengt gleich neben der Australien Karte in unserem Zimmer.

Die letzten Wochen, haben wir uns immer wieder Gedanken darueber gemacht, ob wir uns eine Digital Kamera zulegen sollen, um mal schnell ein Bild auf unsere Seite stellen zu koennen oder was man halt so mit einer Digi Kamera so machen kann.

Und siehe da wir waren tatsaechlich shoppen. Die ersten Bilder von Fremantle, dem Haus indem wir wohnen und dem Red Bull Air Race einer Flugshow, die am letzten Wochenende in Perth war sind schon auf der Kamera.

Jetzt ueben wir noch, wie wir die Bilder schoen klein verpackt bekommen und mit einer e-mail nach Hause schicken koennen. Habt noch ein bisschen Geduld mit uns und dann bekommt ihr ganz aktuelle Bilder von unserer Reise.

Es geht naemlich in 3 Wochen wieder los.... :-) . Die Great Central Road ueber Warburton zum Uluru ,den Odnadata Track runter zu den Flinders Ranges , nach Melbourne Andrew und Emila besuchen und Weihnachten wollen wir zusammen mit Jens,Hanka und Maika im Snowy River Nationalpark feiern.

 

In der Zwischenzeit versuessen wir uns die Zeit am Wochenende z. B. mit Angela und Daniel mit einem Fruehstueck am Strand. Unsere Jacken koennen wir mittlerweile im Schrank haengen lassen und die Wanderschuhe haben wie gegen Sandalen eingetauscht. Es sind 30 Grad und so langsam wird hier die Weihnachtsdekoration rausgehaengt.

 

So ganz ruhig koennen wir die letzten Wochen aber doch nicht ausklingen lassen. Da wir uns eine ganze Menge Papierkramm aufgehalst haben und uns die Zeit davon rennt.

Werner bekommt von seinem Arbeitgeber ein Sponsorshipvisa, d.h. dass wir unseren Australienaufenthalt etwas verlaengern werden.

Ok. ich hoffe es ist jetzt keiner vom Stuhl gefallen und der Schock ist nicht zu gross.

Wenn alles gut geht, dass heisst Werner muss noch zu einem Englischtest und unsere Beziehung wird ueberprueft indem unsere Eltern uns Briefe schreiben und so weiter. Da gibt es eine ganze Liste zum Abhaken.

Beim Arzt waren wir auch schon und dann heisst es noch ein bisschen abwarten. Insgesamt sieht es aber gut aus, fuer ein weiteres Australienvisa in unserem Pass. Naechstes Jahr im April weden wir dann wieder zum Geldverdienen nach Perth zurueckkommen. So schnell koennen wir das Geld in Deutschland nicht drucken.  

 

 

 

 

Schoene Grusse und das naechste mal melden wir uns dann von der Ostkueste.

 

Werner und Claudia

08.09.2007

von Claudi und Werner

aus Fremantle (Australien)

Good day!!


Unsere Reise hat Geburtstag!!!! Seit EINEM JAHR sind wir Unterwegs.... 


... und auch in den letzten Wochen ist mal wieder einiges passiert.

Nachdem wir Gott sei dank vom Campingplatz in unsere WG gezogen sind, ist das Wetter immer schlechter geworden und es hat teilweise sintflutartig geschuettet. Im Wohnzimmer, konnte uns das aber gemuetlich vor dem Fernseher, egal sein. Allerdings war das der Winter und soweit wir den Wetterbericht in Deutschland verfolgt haben war es mit 20 Grad immer noch waermer als bei euch. Und auch wenn ihr uns das jetzt vielleicht nicht glaubt, aber nach 8 Monaten Afrika ist das wirklich kalt. Wir haben Pullover und die Fliessjacken an.
Nachdem wir dann endlich unsere Motorraeder im Garten unter dem kleinen Zitronenbaum stehen hatten, hat Werner sich in die Mittwochszeitung vertieft. Und jetzt haltet euch fest. Er hat bei einer Firma angerufen am naechsten Tag ist er zum Vorstellungsgespraech gegangen und den Montag drauf hat er angefangen.
Aber alles hat natuerlich einen Hacken. Er faengt morgens um 6 Uhr an und muss 30km fahren. Dafuer faengt er ab 14.06 Uhr mit Ueberstunden an und bei uns kilngelt es in der Kasse. Er arbeitet in einer Firma, die Bueroeinrichtungen herstellt und kommt so in den Genuss sich Perth schonmal aus dem 40. Stock eines er Wolkenkratzer anzusehen und eine schoene Angewohnheit, der Australier ist es, das der Lohn hier woechendlich ausgezahlt wird.

An den Wochenenden treffen wir uns mit den unterschiedlichsten Leuten, z.B.  Nils einem deutschen Motorradfahrer oder einem hollaendisches Paerchen, mit einem Defender, die von hier nach Cape Town geflogen sind. Gemeinsam haben wir in der ortsansaessigen Brauerei "Little Createurs" einen netten Nachmittag verbracht.
Und ueber Freunde in Deutschland haben wir die Telefonnummer von Angela und Daniele bekommen, die uns zum Kaffetrinken eingeladen haben.
Aber auch mit Rob und Carmen, die wir hier auf dem Campingplatz kennengelernt haben, treffen wir uns regelmaessig. Sie haben sich auch ein Zimmer gesucht und arbeiten im Krankenhaus. Im November machen sie sich auf nach Malaysia.

Wenn das Wetter mal nicht nach Regen aussieht, machen wir uns mit den Motorraedern aus dem Staub. In den Perth Hills gibt es tatsaechlich ein paar nette kurvige Strecken. 

So hat sich bei uns wieder ein ganz normaler Arbeitsablauf eingespielt. Wir kommen zwischen 17 und 18 Uhr nach Hause. Gehen manchmal noch in die Stadt und um 4.40 Uhr (ja ich habe mich nicht verschrieben) klingelt der Wecker und Werner muss aufstehen.
Man hat sich so langsam an die Eigenarten der Australier gewoehnt und muss doch immer wieder feststellen, dass so manches Vorurteil das uns Deutschen nachgesagt wird gar nicht so falsch ist. Zum Beispiel Puenktlichkeit. Wer 3 Wochen am Stueck puenklich zur Arbeit erscheint wird vom Chef gelobt.

Mitlerweile hat der Fruehling begonnen und puenktlich zum Saisonstart gibt es auch hier eine Motorradmesse. Dort haben wir ueber einen BMW Fahrer vom BMW Club WA. erfahren, der sich jeden Sonntag um 7.30 Uhr zum Fruehstueck trifft und danach eine Ausfahrt macht. Wir konnten der Versuchung nicht wiederstehen uns von ortskundigen die Gegend zeigen zu lassen und quaelten uns um 6 Uhr aus dem Bett. Zu unserer Freude war ein " Dirt Ride" geplant. Und wir hatten seit Moooonnnnaaaatttteeeenn mal wider Schotter unter den Raedern. Es war ein toller Tag.

Mal sehen, was die naechsten Monate noch so fuer uns auf Lager haben. Bis Ende November werden wir noch arbeiten und dann brauchen wir mal wieder einen Tapetenwechsel.

Schoene Gruesse

Werner und Claudia   

05.06.2007

von Claudi und Werner

aus Fremantle (Australien)

Hallo zusammen!

Australien

Von Capetown, sind wir in ca. 20 Stunden ueber Singapore nach Perth geflogen. Da fliegen nicht gerade eine Leidenschaft von uns ist, waren wir ganz froh in Perth angekommen zu sein.
Trozdem hatten wir ein wenig weiche Kniee.
Die Einreise nach Australien. Lange haben wir uns darauf vorbereitet. Alles akribisch geputzt. Und jetzt kommt der Augenblick der Wahrheit. Der Einreisestemmpel ist kein Problem. Aber dann stehen wir in der Quarantaineschlange, da wir unser Zelt im Gepaeck haben. Jetzt wird sich herausstellen wir pingelig die Australier sind.
An einem Tisch, muss man alles auspacken, was der Zoellner sehen moechte. Aber siehe da unser Zoellner kommt aus Deutschland und wir unterhalten uns mit ihm ueber unsere Reise. Nebenbei schaut er mal hier und mal dort hinein. Nur die Zeltheringe sieht er sich genau an. Alles in Ordnung. Wir koennen gehen.
Vom Flughafen fahren wir mit dem Taxi zum Campingplatz nach Fremantle. Und legen uns schlafen.
Die naechsten Tage schauen wir uns erstmal um, wo wir hier gelandet sind. Fremantle ist eine nette, kleine, beschauliche Stadt und wir beschliessen, dass wir es hier die naechsten Monate aushalten.
Wir gehen auf Zimmersuche und bei einer Jobagentur vorbei. Wir muessen mal wieder was fuer unsere Reisekassen tun. Da man auch hier nicht ganz ohne Papierkramm auskommt, beantragen wir eine Steuernummer und richten uns ein Konto ein.
Werner hat erstmal 2 Wochen Nachtschicht bei einer Recycelingfirma gearbeitet und ich arbeite im Kindergarten (child care center). Das heisst, wir haben uns die letzten 2 Wochen nicht wirklich oft gesehen. Am Wochenende sind wir dann in einer WG eingezogen, in der wir uns pudelwohl fuehlen.
Freitag den 01.06.07 haben wir dann endlich unsere Motorraeder aus dem Zoll geholt. Auch die Motorraeder waren sauber genug und mussten nicht nochmal gereinigt werden. Heute am 05.06.07 haben wir unsere Motorraeder endlich registreieren und versichern lassen. Koennt ihr euch vorstellen, da stehen die Motorraeder nach ca.1 Monat endlich vor der Tuer und ihr duerft nicht fahren, weil sie noch nicht registriert sind und montags ist auch noch Feiertag.
Heute sind wir erstmal eine Runde gefahren und ihr werdet es nicht glauben, wir koennen es noch! 
Jetzt, wo Werner sein Motorrad wieder hat, wird er sich auch eine Stelle als Schreiner suchen, (was hier kein Problem ist)  aber der beste Job nuetzt einem nichts, wenn man nicht hinkommt. 

Was soll ich sagen. Bei uns laeuft alles wie am Schnuerchen. Wir wuenschen allen genauso viel Glueck und bis zu naechsten Mal.

Werner und Claudia  

07.05.2007

von Claudi und Werner

aus Capetown (Südafrika)

Hallo!!! :-))

Sued Afrika

Auf einem Grillabend bei Altus (dem Suedafrikaner, der uns hier in Kapstadt bei allem geholfen hat) lernen wir Gidion mit seiner BMW kennen.
Er fragte uns, ob er uns auf unserer Runde Richtung Swartbergpass und Bavianskloof begleiten kann. Klar kann er das. Am Wochenende geht es los. Dann haben wir hoffentlich die Zusage fuer unseren Container.
Die Zusage haben wir bekommen, unser Gepaeck bei Altus zwischengeparkt und mit kleinem Gepaeck geht es los.
Ab Lady Smith geht es ueber Gravelroad Richtung Swartbergpass nach Prince Albert zum Mittagessen und Di Hell zum Uebernachten. 50 km, 2 Stunden steht am Abzweig nach Di Hell. Und man muss den Weg wieder zurueck fahren. Na dann.... wir fahren ziemlich zuegig.  Nach dem ersten Wasserloch, das dann da ploetzlich nach einer Kurve vor uns auftaucht werden wir etwas vorsichtiger. Wir machen etliche Fotostops. Man weiss gar nicht, wo man zuerst hingucken soll. Jeder Blick ist traumhaft schoen.  Aber das ein oder andere Mal fragen wir uns, wo wohl der Aufzug ist. Die letzten km Piste schlaengeln sich unglaublich steil bergab. Steil genug jedenfalls, das unsere Hinterreifen (TKC 80) munter rutschen anstatt zu bremsen.
In Di Hell (Die Hoelle) machen wir am Abend ein Lagerfeuer, kochen Nudeln mit Sosse und geniessen die Stille.
Zum Fruehstueck geht es die 50 km wieder zurueck. Auch hier muessen unsere Reifen kraeftig arbeiten und drehen munter durch.  Zurueck auf den Swartbergpass und ueber Asphalt Richtung Bavianskloof. Kurz vorher biegen wir wieder auf eine Gravelroad ab. Super zu fahren aber leider ziemlich steinig. Bei 80 Sachen faengt Werner an mit Steinen zu schmeissen. Einer trifft mich genau auf der Crossbrille. Nachdem ich zum Stehen gekommen bin, betrachte ich mit Traenen in den Augen meine Beule. Scheisse hat dass geknallt. Bevor die Beule zu gross wird, setze ich den Helm lieber wieder auf.  Mit einer Schmerztablette, wird der Abend in der Bavianskloof dann noch richtig schoen. Werner hat Holz, Fleisch, Wuerstchen, Bier und Cola zum Grillen besorgt.
Am naechsten Morgen drehen sich unsere Gedanken um das "Lang Water". Das soll eine so um die 100m lange Wasserdurchfahrt sein. Wie tief diese Durchfahrt  sein soll, konnte uns keiner wirklich sagen. Wir haben uns entschieden hinzufahren und nachzuschauen. Allerdings sollte das nicht die einzige Wasserdurchfahrt sein. Und bei jeder stellt sich die Frage, war das nun das "Lang Water"??? Auf unserer Fahrt durch die Bavianskloof sehen wir Schildkroeten und Paviane, die einfach so auf der Piste sitzen. Die Paviane sind leider sehr scheu. Die Schildkroeten sind da genaedigere Foto-Opfer. Aber auch die Kloof selber kann sich sehen lassen.
Da die Piste nicht sehr anspruchsvoll ist, bleibt viel Zeit um sich die Gegend anzusehen.
Und dann stehen wir vor dem "Lang Water" keine Frage das muss es sein. Das Ende liegt irgendwo hinter der Kurve. Na dann... wir stellen die Motorraeder ab und Werner beginnt seinen Fussmarsch. Die neuen Stiefel muessen ja schliesslich eingeweiht werden.
Es ist nicht zu tief, aber fuer eine ordentliche Bugwelle bei vorsichtiger Fahrweise sollte es reichen. Und das mit dem langsam ist leichter gesagt, als getan, da die ganze Angelegenheit ganz schoen steinig ist. 
Ein kleiner Schlenker sorgt da fuer einen Adrenalienschub. Wir kommen aber alle drei durch und haben dank der Laenge reichlich Zeit fuer Fotos.
Von dem was nach dem "Lang Water" kommt, hat keiner gesprochen. Uebelste Bergpiste. Zum Teil bleibt uns nur ein schmaler Weg direkt am Abgrund. Dabei geht mir so einiges durch den Kopf, an das ich besser nicht denken sollte. Also Blick nach vorne und bloss den Lenker festhalten.
Nach 20 km ist die Piste wieder in gutem Zustand und wir fahren bis Jeffrisbay, wo wir uns im Backpacker mit unseren nassen Fuessen (was macht man nicht alles fuer ein Foto) ein Bett genehmigen. Am naechsten Tag, trennen wir uns von Gidion. Wir fahren zum Kap Agulhas. Gidion als Suedafrikaner kennt das Kap und findet es nicht so schoen, dass er dafuer unbedingt einen Umweg fahren muss.
Also bewegen wir uns wieder Richtung Sueden, um zum suedlichsten Punkt in Afrika zu kommen. Dort, wo sich Indischer- und Atlantischer Ozean treffen.
Ueber Piste fahren wir zurueck zur N2. Letzte Piste und wieder mal ein Plattfuss. Diesmal bei mir.
Am Abend sind wir wieder in Kapstadt und beginnen schon mal die ersten Taschen zu waschen.
Die naechsten 5 Tage haben wir von morgens bis abends ausschliesslich der Pflege unserer Motorraeder gewidmet. In erster Linie wegen der Australier, aber bei genauerer Betrachtung brauchten unsere Motorraeder auch eine naehere Inspektion. Bei Werner waren die Schrauben, die das Rahmenheck halten, losgerappelt, bei mir haben wir endlich mal die Bremse entlueftet, die sich mittlerweile fast bis Anschlag durchziehen liess und Werner hat seinen Federbeinen neues Oel spendiert da er ungewohnt weit mit den Fuessen auf den Boden kam. Als Werner dann mit Altus noch alle Oele getauscht hat, kam aus Werners Endantrieb mehr als nur Oel raus. 
Das darf doch nicht wahr sein. Altus und Werner haben den Endantrieb auseinander genommen und siehe da, da hat sich ein Kugellager zerlegt.
Aber wir haben mal wieder mehr Glueck, als Verstand. Altus baut fuer einen Freund aus England, der hier in Sued Afrika einen Unfall mit seiner HPN hatte, die HPN wieder auf. Und wie es der Zufall will, bekommt die HPN eine neuen Endantrieb  mit einer anderen Uebersetzung. Altus gibt Werner den frisch renovierten Endantrieb und laesst Werners reparieren. Danke, danke, danke Altus. Was Altus alles fuer uns gemacht hat und wie er uns geholfen hat ist unbezahlbar.
Neben den Reperaturen, haben wir natuerlich auch fleissig geputzt und die Motorraeder auf Hochglanz gebracht. Dafuer haben wir ein ganzes Sortiment Kuechenbuersten verschlissen.
Am Abend bevor wir die Motorraeder mit Andrews Auto in den Container laden, machen wir mal einen Testversuch, wieviel Platz wir wirklich brauchen und was wir alles abschrauben muessen. Bisher haben wir nur geschaetzt. Das wird knapp.... aber wir bekommen alles in den Container rein. Der Herr vom Zoll ist auch sehr gnaedig mit uns. Er schaut nirgendwo rein und sammelt unsere Carnets ein, die wir uns im Zollbuero spaeter gestempelt wieder abholen koennen. Da man die Steuern auf alles was man aus dem Land bringt wiederbekommt, geben wir ihm auch alle Rechnungen. Das scheint tatsaechlich zu funktionieren. Fuer die Bearbeitung brauchen sie allerdings so um die drei Wochen. Wir werden sehen.
Jetzt sind wir also unter die Backpacker gegangen. Unsere Motorraeder fehlen uns jetzt schon. Die naechsten Tage sind wir auf die Mini Busse angewiesen. Bei uns werden die mit 9 Leuten beladen. Hier steht in den Bussen meistens eine max. Beladungszahl von 16 Leuten. Aber da gehen auch mehr rein. Und so finden wir auch hier das Afrika wieder, das wir im suedlichen Teil schon irgendwie vermisst haben.
Nachdem wir jetzt endlich auch unsere Ladepapiere haben, haben wir unseren Flug nach Perth/ Australien gebucht. Am Montag, 07.05.2007 geht es mit Singapor Airlines auf nach Australien.
Nach fast 8 Monaten Afrika faellt es uns sehr schwer Abschied zu nehmen. Es war eine unglaublich schoene Reise und egal, was wir gemacht haben, es gab immer eine Loesung oder jemanden, der geholfen hat. Wir sind halt Glueckskinder! In Afrika gibt es nichts, was es nicht gibt. Erklaeren kann man das nicht, dass muss man gesehen haben.

Bis demnaechst aus Australien. ;-).

Werner und Claudia  

12.04.2007

von Claudi und Werner

aus Capetown (Südafrika)

Captown!!!!! :-)))

... aber vorher ist noch eine ganze Menge passeirt.

Namibia

Bevor wir Harry in Windhoek getroffen haben, sind wir noch mit einer kleinen Gruppe von13 Leuten ueber den Gemsberg Pass in den Naukluft Park gefahren, um an einen netten kleinen wilden Campingplatz zu grillen und zu uebernachten.
Am naechsten Morgen sind wir dann zuegig zurueck nach Windhoek gefahren, wo Harry am Bagpacker schon auf uns gewartet hat.
Von jetzt an koennen wir ohne Gepaeck fahren. Das hat Harry freundlicherweise fuer uns uebernommen.
Von einem deutsch-norwegischen Paerchen deren Urlaub schon zu Ende war, haben wir zwei Kartons Lebensmittel uebernommen, mit Reis und Toilettenpapier waren wir fuer die naechsten drei Wochen ausgestattet danke nochmal.
Von Windhoek sind wir Richtung Ethosha Park aufgebrochen. Da wir mit unseren Motorraedern dort nicht rein duerfen, haben wir sie in Tsumeb am Backpacker stehen lassen und sind zu Harry ins Auto gestiegen.
Der Etosha Park war fantastisch. Wir haben unglaublich viele Zebras, Giraffen, verschiedene Boecke und Gnus gesehen. Hin und wieder haben wir auch Elefanten gefunden. Einer von denen ist uns auf der Piste entgegengekommen und hat uns dazu gezwungen ein bisschen rueckwaerts zu fahren, bevor wir uns getraut haben ihn an uns vorbeigehen zu lassen. Der Aussichtspunkt auf die Salzpfanne war auch sehr beeindruckend. Man hat den Eindruck, man schaut ins Nichts.
Die Nacht haben wir auf einem der Campingplaetze mit Wasserloch im Park verbracht und es sind tatsaechlich 4 Nashoerner zum trinken gekommen.
Am naechsten Morgen brechen wir zu unserer zweiten Runde auf. Der Hoehepunkt waren die zwei  Loewen, die ca. 5m von der Piste entfernt im Gras lagen.
In Tsumeb, haben wir unsere Motorraeder wieder abgeholt und sind weiter Richtung Norden gefahren. Ins Land der Himba und zu den Epupa Wasserfaellen. Dafuer hatten wir uns eine 4x4 Piste ausgesucht, die sich direkt am Kunene River entlangschlaengelt.
Die Piste liess sich langsam aber super fahren, bis wir vor einer Flussdurchfahrt standen. Nach einem Fussmarsch duch den Fluss, haben wir uns fuer eine Spur entschieden. Werner hat zuerst versucht sein Motorrad auf die andere Seite zu bringen. Ungefaehr bis zur Haelfte ist er gekommen, dann stand es wie einbetoniert im Schlamm. Zu dritt haben wir es dort wieder herausbekommen und sahen aus, wie die Schweine. Mit meinem Motorrad, hat Werner dann ordentlich Schwung geholt und hat es bis ans andere Ufer geschafft.
Mit dem Auto sind wir noch ein bisschen am Ufer auf und ab gefahren. Da wir leider keine bessere Stelle gefunden haben und es nicht riskieren wollten das Auto festzufahren, haben wir uns entschieden, uns zu trennen und am Abend auf dem Campingplatz von Epupa wiederzutreffen. Wir wollten die Motorraeder auch nicht wieder zurueck fahren. 
Also haben wir uns noch etwas zu Essen und Wasser eingepackt und sind weiter.
Schnell haben wir bemerkt, das die Piste auf der anderen Seite des Flusses in einem wesentlich schlechteren Zustand ist. Ausserdem muessen wir ueber ein paar ziemlich steile Berge, an denen uns auf dem losen Geroell das Hinterrad beim Fahren durchdreht. An ein paar Stellen kann ich nicht mehr anfahren ich gebe zwar Gas aber mein Hinterrad dreht auf der Stelle. Ich warte, das Werner mir mein Motorrad hochfaehrt. Den Campingplatz in Epupa erreichen wir nicht mehr. Wir sind nach dem Fluss noch 20km gefahren und fragen in einem Himbadorf, ob es moeglich ist bei ihnen zu uebernachten. Die Verstaendigung ist sehr schwer, da die Himba kein Wort Englisch sprechen. Mit Haenden und Fuessen, verstehen sie was wir von ihnen wollen. Sie zeigen uns einen Patz, wo wir schlafen koennen. Danach setzen wir uns noch zu ihnen ans Feuer. Es war eine unbeschreibliche Atmosphaere. In der  Ferne sehen wir Blitze zucken. Wir beten, das wir heute Nacht vom Regen verschonet bleiben, da wir uns ja eigentlich in Epupa treffen wollten und nichts zum Schlafen dabei haben. Wir legen uns auf unsere Protektorenhemden und schlafen nach dem anstrengenden Tag, auf dem steinigen Boden, sogar ein. Am naechsten Tag stehen uns noch ein paar weitere Berge und eine Flussdurchfahrt bevor, bevor die Piste wieder besser wird. Ausserdem geht uns das Wasser aus. Hoffentlich halten die Motorraeder und vor allem die Reifen wir koennen nichts reparieren. Harry weiss zwar, das wir kommen muessen, aber es gibt hier so viele kleine Pisten, dass die Chance, das er uns findet nicht sehr gross ist. 
Gegen 14 Uhr kommen wir in Epupa an, sind heilfroh, dass alles gut gegangen ist und Harry auf uns wartet. Er ist uns auch ein Stueck entgegengefahren und dank Computer und GPS haben wir festgestellt, dass wir tatsaechlich auf unterschiedlichen Pisten unterwegs gewesen sind. 
Fuer die Epupa Falls haben sich die Strapazen aber auf alle Faelle gelohnt. Man weiss gar nicht, wo man hinsehen soll. Das ist eine ganze Wasserfall-Landschaft.
Von nun an geht es immer Richtung Sueden. Die Landschaft ist berauschend und wir sehen auch ein paar Spingbock- und Oryxherden (grosse Boecke).
Sogar ein paar Giraffen laufen uns ueber den Weg. 
Kurz hinter Sesfontaine verbringen wir die naechste Nacht. Eigendlich wollten wir auf dem Campingplatz schlafen. Aber der wollte 60Namib Dollar, also 6 Euro, fuer einen unbewachten Patz ohne Zaun und Service. Da wir sowieso mitten im Nirgerdwo waren, haben wir uns dazu entschlossen den guenstigeren Platz vor dem Campingplatz ohne Zaun und Service zu nehmen und wild zu zelten. Der Typ vom Campingplatz guckt nicht schlecht, als er uns sieht aber machen kann er nichts und geht nach Hause.
Als wir am naechsten Tag an einem Schild, Achtung Elefanten, vorbeigekommen sind, sind wir mit einem einheimischen Fuehrer auf Elefantensuche gegangen. Die Motorraeder haben wir dafuer an der Farm stehen gelassen. Nach drei Stunden haben wir entaeuscht aufgegeben.
Eigentlich wollten wir dann an die Skeleton Coast fahren. ABER ... Mororraeder sind in diesem Nationalpark nicht zugelassen. Da konnten wir auch nicht drueber verhandeln. Also sind wir nach Twyfelfontaine gefahren und haben uns die Felsgravuren angesehen.
An diesem Tag haben wir einen Temperatursturz von 20 Grad. Wir sind bei ca. 40 Grad in Twyfelfontain los gefahren und bei ca. 20 Grad in Swakopmund an der Kueste angekommen. Die letzten ca. 100 km waren die Hoelle. Waehrend Harry meinte, die Jugend von heute haelt ja nichts mehr aus und bequem im Auto sitzt, blaest uns der Meerwind entgegen, auf einer mit dem Lineal gezogenen strunzlangweiligen Piste, auf der es bei 90km/h so kalt wird, das ich eine kurze Pause zum Aufwaermen brauche.
Swakopmund ist eine nette kleine Stadt mit ein paar netten alten deutschen Gebaeuden und einem Reifendealer, der uns unsere neuen Hinterreifen aufzieht. Werner faehrt naemlich mittlerweile auf der Karkasse.
Durch den Naukluft Park, fahren wir nach Sesriem in die Namib. Und schlagartig wird es auch wieder waermer. Die letzten 60km bis nach Soussousvlei fahren wir wieder gemeinsam im Auto um uns die groessten Duenen der Welt bei Sonnenuntergang anzusehen.
Da wir etwas unter Zeitdruck sind, entscheiden wir uns dazu zum Fishriver zu fahren und nicht mehr nach Luederitz.
Auf dem Weg dahin uebernachten wir auf einer Farm. Die Farmerin erzaehlt uns, dass es noch ein altes deutsches Fort auf der Farm gibt, dass auf ein Wasserloch aufgepasst hat, dass auf der Farm liegt. Sie hat uns den Schluessel fuer das Tor gegeben, damit wir es uns ansehen koennen.
Am Fishriver Canyon sortieren wir unsere Sachen wieder auseinander und machen eine Tour von einem Aussichtspunkt zum Naechsten. Das ist eine gigantische Schlucht in die man dort hineinschaut.
Und dann heisst es Abschied nehmen. Die letzten drei Wochen sind wie im Flug vergangen wir hatten viel Spass zusammen. Harry faehrt jetzt wieder Richtung Windhoek und wir fahren nach Sued Afrika.

Sued-Afrika

So schnell wie moeglich fahren wir nach Kapstadt, um Andrew wiederzutreffen, mit dem wir uns einen Container teilen um nach Perth (Australien) zu verschiffen.
In Kapstadt haben wir einen Sued Afrikaner kennen gelernt, (dessen Adresse wir hatten) er hat auch eine HPN und kennt sich super mit Motorraedern aus. Er hilft uns bei allen Fragen die wir haben, zeigt uns wo wir in Kapstadt neue Luftfilter bekommen, wo Werner neue Cross Stiefel bekommt u.s.w.. Er hat sogar einen neuen Protektor fuer den Lenker fuer mich. Den habe ich auf dem Weg zu den Epupa Falls verloren.
Ostermontag haben wir einen Ausflug zum Kap der Guten Hoffnung gemacht ,mit Altus als Guide auf einer R65LS. Ihr glaubt gar nicht wie schnell so'n Ding ist....
Mittlerweile hat hier unten der Winter angefangen und wir haben bei 17- 20 Grad unsere Jacken ausgepackt.
Der Score fuer die Platten liegt mittlerweile bei 9 fuer Werner und 2 fuer mich.
Morgen bekommen wir hoffentlich eine Bestaetigung fuer unseren Container und dann werden wir noch eine kleine Tour Richtung Port Elizabeth unternehmen, bevor wir unsere Motorraeder mit der Zahnbuerste fuer die Ausis putzen.
Schoene Gruesse
Werner und Claudia


P.s.:  Wir haben es tatsaechlich geschafft bis Capetown zu kommen ohne die Mopped's zu verschrotten  ;-))

14.03.2007

von Claudi und Werner

aus Windhoek (Namibia)

Von Pointe Noire/ Kongo-Brazzaville nach Windheok/ Namibia

Kongo/Brazzaville

30km hinter Pointe Noire sind wir nach Cabinda/ Angola eingereist. Die Ausreise aus dem Kongo war im Gegensatz zur Einreise regelrecht langweilig. Polizei, Zoll, Gesundheitsbehoerde. Nach einer halben Stunde haben wir alle Stempel und koennen fahren.

Cabinda/Angola

Bei der Einreise nach Cabinda brauchten wir da etwas mehr Geduld. Unser Visa muss dem Chef vorgelegt werden und der ist gerade nicht da. Also warten wir auf den Chef. Als der dann endlich auftaucht interessiert er sich dafuer, wo wir das Visa bekommen haben und dann scheint alles in Ordnung zu sein. Auf jeden Fall bekommen wir endlich unseren Stempel.
Das erste Stueck Piste ist noch in einem schlechten Zustand aber das geht nach wenigen Kilometern in eine Baustelle ueber und dann in eine ausgezeichnete neue Strasse. Also kommen wir schon gegen 14 Uhr in Cabinda an und es waren auch noch zahlreiche Fotostopps drin, um diese fantastische Landschaft mit ihren gruenen Huegeln und Waeldern einzufangen.
In Cabinda standen wir dann unserer ersten Herauforderung gegenueber. Essen bestellen in portugiesisch. Wir verstehen kein Wort portugiesisch und die Angolaner in der Regel keine andere Sprache. Auch die Suche nach einem Internet war nicht ganz so einfach. Aber trotz der Sprachprobleme waren alle sehr freundlich und haben sich viel Muehe gegeben, uns zu helfen.

Kongo RDC

Am naechsten Tag sind wir dann in den Kongo eingereist. An der Grenze mussten wir mal wieder auf den Boss warten,  der unsere Route durch den Kongo wissen wollte und dann durften wir mit unseren Paessen zum Stempeln gehen.
Aber auf das, was uns da nach der Grenze erwartet hat, war ich nicht vorbereitet. Von Matsch und Schlamm hatten uns ja viele erzaehlt, aber das waren Sandspuren. Es gibt nichts mehr was ich hasse. Irgendwie habe ich meinen inneren Schweinehund in den Griff bekommen, auf jedenfall bin ich an Werner drangeblieben. Nicht elegant aber ohne Stuerze.
Wir sind bis nach Banana gefahren, um unsere Motorraeder dort auf eine Piroge zu stellen und ueber den Congo nach Sojo in Angola zu verschiffen.
Das ist aber erst am naechsten Tag moeglich.  Bei unserer Ankunft zu windig ist. Um uns aber eine fruehe Abfahrt zu ermoeglichen koennen wir am Abend schon alle Ausreiseformalitaeten erledigen. Wir Uebernachten neben der Polizeistadtion.
Am naechstn Morgen sind wir um 7 Uhr startklar. Die Piroge kommt es sind genug Maenner zum Anfassen da und wir hatten uns umsonst Sorgen gemacht. Alles steht sicher auf der Piroge.
Eigendlich haette es jetzt losgehen koennen, wir sind ja schon ausgereist. Aber unser Fahrer braucht fuer die Piroge und fur sich eine Genehmigung um nach Angola zu fahren und das dauert. Um 9 Uhr kommen wir dann endlich los.

Angola

Die Fahrt ueber den Fluss dauert 1,5 Stunden. In Angola legen wir erst bei der Polizei an. Hier muessen wir alle Taschen zum Polizeihaeuschen schleppen der Herr ist zu bequem runter zu kommen. Wir halten ihm als erstes unsere Schmutzwaesche vor die Nase und wir koennen unsere Tasche ganz schnell wieder schliessen. Dann fahren wir noch ein kleines Stueck weiter zur Immigration und zum Zoll. Die Herren hier sehen nicht oft Reisende entsprechend einfach ist die Einreise.
Auf den ersten Kilometern hatten wir leichte Orientierungsschwierigkeiten. Waere alles kein Problem gewesen aber hier gesellen sich zu den Sandspuren auch noch Wasserdurchfahrten. Nachdem wir den Sand hinter uns gelassen haben, ist der Strassenzustand leicht beschrieben. Grosse Loecher, kleine Loecher, tiefe Loecher, Loecher in allen Varriationen. Wir dachten eigentlich, wir haetten schon schlechte Pisten gesehen, aber das war ein Irrtum. Wir sehen ab und zu einen LKW meistens stehen sie am Strassenrand und flicken irgendetwas. Auch wir flicken mal wieder einen Reifen. Dieses mal meinen Hinterreifen abends um 18 Uhr. Da wir es nicht mehr bis zur naechsten Stadt schaffen, fahren wir zu letzten Dorf zurueck und stellen dort das Zelt auf.
Fuer die 40 km bis zur naechsten Stadt(N`zeto) brauchen wir am naechsten Tag 2 Stunden. Wir sahen glaube ich ganz schoen geschlaucht aus, auf jedenfall mussten wir fuer das Essen nichts bezahlen.
Die Beschreibung der weiteren Strecke klang dann so: " nicht gut aber besser." Und so war es auch, unsere Geschwindigkeit liegt jetzt nicht mehr zwischen 20-30 sondern zwischen30-40 km/h. Und dann koennen wir unseren Augen kaum trauen. Kurz vor Barra  do Donde ist nagelneuer Asphalt auf einer Strecke die in der Michellinkarte nach als weisse Piste eingezeichnet ist. Ca. 150km nach Barra do Donde war damit aber Schluss. Leider sind wir in einen LKW Konvoi geraten und brettern mit einem Affenzahn auf die Piste. Ich bete nur noch. Man kann vor Staub nichts mehr sehen und ich kann mir nicht vorstellen das die LKW's uns noch sehen koennen. Nach 6km ist die Hoelle vorbei, dafuer haben uns unsere geliebten Loecher wieder. In Angola stehen wir morgens zwischen 5 und6 Uhr auf und fahren bis auf ein paar Pausen den ganzen Tag bis zum Sonnenuntergang. Wir uebernachten in Missionen, in Doerfern oder an Polizeistationen dort werden wir immer freundlich aufgenommen. In Lubango treffen wir auf zwei Schweden, zwei Briten und einen Sued Afrikaner, denen wir uns anschliessen. Gemeinsam erreichen wir die Grenze, leider sind wir spaet dran und es ist schon geschlossen. Ein Gewitter zieht auf und wir wissen nicht, wo wir schlafen koennen. Wir stehen hier an der ersten Grenze, an der es nicht moeglich ist das Zelt auf zu stellen. Wir finden nach einigem hin und her ein Platzchen an der oertlichen Tankstelle. Am naechsten Tag reisen wir dann endlich nach Namibia ein. 6,5 Tage haben wir gebraucht um Angola zu durchqueren. Die Landschaft und die Menschen waren grossartig. Allerdings ist vom Krieg noch viel zerstoert und es liegen hin und wieder alte Panzer im Strassengraben.

Namibia

Wir kommen in eine neue Welt, dass ist ein Afrika, das wir noch nicht kennen. Alles ist geortnet und organisiert. Hier kann man nicht mehr diskutieren hier wird man abgefertigt.
Es ist unglaublich wie zwei so grundverschiedene Laender direkt nebeneinander liegen koennen. Im naechsten Ort essen wir an einem Chash und carry einen Burger. Wir vermissen das Afrika das wir vor ein paar Stunden verlassen haben schon ein bisschen. Langsam gewoehnen wir uns an den Linksverkehr und in Tsumeb gibt es nach 8 Tagen die erste Dusche.
Jetzt sind wir in Windhoek haben bei unseren Motorraedern die Oele gewechselt sind voellig entspannt jetzt warten auf Harry mit dem wir die naechsten 3 Wochen durch Namibia kurven.

26.02.2007

von Claudi und Werner

aus Point Noire

(Kongo)

Der letzte Bericht ist zwar noch nicht so lange her aber es ist schon wieder einiges passiert!!!


Aus dem Kongo!!!  

Die letzten Tage sind wir von Lamberene (Gabun) nach Point Noire (Kongo) gefahren.

Gabun

In Lamberene haben wir zwei Tage bei den Schwestern der katholischen Mission uebernachtet und sind gut erholt nach Ndende weitergefahren. Die ersten 40 km der Strecke schon asphaltiert und danach wird kraeftig an der Strasse gearbeitet. Die anschliessende Piste befahren wir mit bis zu 70km/h und machen nach 200km die erste Pause in Mouila. Die Tankstelle hier hat kein Benzin mehr aber es gibt eine kalte Cola. In den Orten ist Asphalt und danach beginnt wieder die Piste. Nach Mouila wird die Piste immer schlechter. Wir fahren durch eine wunderschoene hueglige Graslandschaft. Ab und zu muessen wir ein Pfuetze umfahren. In Ndende verbringen wir die Nacht und das beste: wir bekommen hier Benzin. Wir lernen hier einen Portugiesen kennen, der hier als Holzhaendler arbeite. Er laedt uns zum Abendessen ein und er gibt uns ein paar Streckentipps.
Am naechsten Morgen lassen wir uns unseren Ausreisestempel in den Pass stempeln und fahren die letzten 50km auf guter Piste bis zur Grenze.

Kongo

Wir halten vor dem Schlagbaum der kongolesischen Grenzpolizei an. Werner geht mit den Paessen los und ich warte an den Motorraedern. Gleich kommen ein paar Kinder und fragen nach ihre Geschenken. Ich fuehle mich ein bisschen an Marokko erinnert. 
Werner kommt mit dem Polizist zurueck. Der moechte wissen, was wir im Gepaeck haben. Ach noe... . Du bist kein Zoll das geht Dich gar nichts an. Aber uns bleibt kein Wahl er hat unser Paesse. Also Packen wir aus. Jetzt haben wir auch Zeit. Wir bewegen uns im Zeitlupentempo. Das geht ihm nicht schnell genug. Aber wir sagen ihm immer langsam, langsam.... . Wir muessen ja auch alles wieder verpacken. Ausserdem gibt es hier kein Geschenk fuer dich. Er verliert die Geduld, aber er wird nur von einem Kollegen abgeloest, der unsere Paesse in seine Tasche geleiten laesst. Wir packen alle Taschen bis auf das letzte Teil aus, aber wir bekommen am Ende unsere Paesse zurueck und koennen fahren. Hinter dem Schlagbaum wird die Pistenqualitaet dann noch schlechter. Dann kommen weitere Kontrollen, Polizei, Immigration und dann nach 10 km nochmal Gendarmerie und alle haben uns in den Pass gestempelt. Aber nicht mehr ins Gepaeck geguckt. Den Carnet haben wir aber immer noch nicht gestempelt. Der Zoll ist erst in Nyanga 40km weiter. Auch war voellig unproblematisch. Nach einer Cola werden wir auch hier in das grosse Buch der Polizei eingetragen und nehmen das naechste Stueck Piste in Angriff. Die Piste hat es heute in sich. Der letzte Regen ist zwar schon 4 Tage her, aber es gibt noch zahlreiche Wasserloecher. Was das Fahren heute unglaublich anstrengend macht. In einem Wasserloch schwappt das Wasser ueber die Stiefel, als ich den Fuss zum Retten von der Fussraste nehme. Keine Chance mir rutscht das ganze Motorrad weg und ich versenke es.
Beim Aufheben koennen wir uns selber kaum auf den Beinen halten. Schnell die Schwimmerkammern reinigen und weiter. Bis Kibangou haben wir eine  ganz schoene Schlammschlacht hinter uns. In Kibangou lernen wir einen polnischen Prister kennen, der uns noch ein paar Pistenratschlaege gibt, damit wir auch in Pointe Noire ankommen.
Wir fragen aber sicherheitshalber an der Abzweigung Richtung Madingo-Kayes oder Dolisie nochmal nach ob die Piste befahrbar ist. Wir entscheiden uns fuer die erste Piste. Die Holz LKW's sehen auch nicht wirklich schlammig aus. Bei einem fragen wir zur Sicherheit ein 2. Mal nach, aber die Piste soll gut sein. Naja gut ist uebertrieben. Sie ist befahrbar und trocken. Und die Landschaft ist ein Traum, erst weite Ebenen und dann Regenwald und da regnet es halt ab und an. Zum Beispiel Heute. Wir fahren, bis wir eine kleine Bar sehen und warten den Regen ab.  Pudelnass wie wir sind, setzen wir uns wieder auf die Motorraeder und haben den Eindruck, das es 10km weiter ueberhaupt nicht geregnet hat.
Wir schaffen es noch bis Pointe Noire und suchen uns eine Unterkunft. Wir verteilen alle Papiere zum Trocknen und waschen unsere Fahrerklamotten.
Gut erholt haben wir heute ein bisschen die Stadt besichtigt, und muessen uns manchmal selber daran erinnern, dass wir hier im Kongo sind.
Schoene Gruesse aus dem Kongo

Werner und Claudia

22.02.2007

von Claudi und Werner

aus Lambarene

(Gabun)

Ein Hallo aus dem Urwald!!!

Nigeria

In Abuja haben wir Sonja und Jan mit Hilfe des Internets dann doch noch wiedergefunden. Auf dem Weg scheinen wir uns immer knapp verpasst zu haben. Gemeinsam sind wir dann am naechsten Tag zur Angolabotschaft gefahren. Dort haben wir den Antragsbogen  fuer das Visa in die Hand gedrueckt bekommen und wurden zum Kopieren geschickt. Ausserdem brauchten wir noch eine Kopie vom Pass und vom Nigeriavisum.
Mit ausgefuellten Papieren, Kopien, Fotos und 60 Dollar pro Visa stehen wir dann wieder vor der Tuer. In die Botschaft rein duerfen wir naemlich nicht. Nach drei Stunden Wartezeit, sind wir dann alle glueckliche Besitzer eines Angolavisa.
Gleich danach packen wir unsere Sachen zusammen und ziehen zu Jan und Sonja um. Die beiden Uebernachten im life camp der Firma Julius Berger einer deutschen Strassenbau Firma. Wir duerfen unser Zelt auch dort aufbauen und werden unglaublich freudlich und interessiert aufgenommen. Wir bekommen sogar ein frisch gebackenes Brot. Das Camp gleicht einer kleinen deutschen Stadt, mit allem was man zum Leben bracht und mehr ( Golfplatz, Pool...). Vielen dank nochmal fuer eure Hilfe und Unterstuetzung.

Von Abuja fahren wir dann gemeinsam Richtung Callabar. Dort gibt es auch ein life camp, in dem wir uebernachten duerfen. Auch hier fuehlen wir uns sofort wohl. Wir bleiben insgesamt drei Naechte, da wir auf das Kamerunvisa warten muessen.
Bei netten Leuten und Gespraechen kommt uns die Zeit aber gar nicht lang vor.Von Callerbar fahren wir wieder ein Stueck Richtung Norden, um in Otu ueber die Grenze nach Kamerun zu fahren.
Der Strassenzustand gleicht auf einigen Kilometern aber mehr einer Piste. Ausserdem hat es eine Woche vorher geregnet und wir muessen einige Schlammloecher bewaeltigen. Das laesst den Puls zwar an manchen Stellen ganz schoen in die Hoehe schnellen aber wir haben alle Wasserdurchfahrten ohne Verluste gemeistert.
Der Sonnenuntergang ist nicht so gnaedig mit uns. Haben uns die Schlammpassagen doch ganz schoen viel Zeit gekostet.

Kamerun

So fragen wie am Polizeiposten von Kamerun, ob wir unsere Zelte hier aufschlagen duerfen. Kein Problem. Gestern hatten sie auch schon einen Gast. Zum Sonnenuntergang wird die Fahne eingeholt. Dazu muessen wir alle aufstehen. Fuer uns ist das ganz schoen ungewohnt.
So mulmig wir uns bei der Einreise nach Nigeria gefuehlt haben, jetzt koennen wir sagen, es hat uns gut gefallen und wir hatten keine Probleme. Das liegt allerdings mitunter daran, dass wir mit dem Motorrad unterwegs sind. Von anderen Reisenden haben wir auch andere Geschichten gehoert. Bei Jan und Sonja wurde auch genauer hingeschaut als bei uns.
In Kamerun hat es noch nicht geregnet. Gott sei dank. Die Piste windet sich traumhaft durch den Regenwald und sie laesst sich wunderbar fahren.  Ab Mampfe gibt es sogar schon 20km Asphalt und es wird kraeftig an der Piste gearbeitet. Wir werden von den LKW's kraeftig eingestaubt. 40km vor Bamenda gibt es auch schon eine nagelneue Strasse. Piste waere mir allerdings lieber. Da waren nicht so viele Bruchpiloten unterwegs. Die Autowracks im Strassengraben haben schon einen Grund.
Heute ist unser letzter Abend mit Jan und Sonja. Sie bleiben noch ein bisschen in Kamerun und wir fahren weiter Richtung Gabun. Am naechsten Morgen frieren wir bei sage und schreibe 9 Grad am Morgen auf 1300m. Bei uns ist jetzt kilomertermachen angesagt. Von Bamenda geht es ueber Bafia nach Ebolowa. Heute ueberrascht uns unser erster kraeftiger Regenschauer. In Ebolowa uebernachten wir in einem Ausbildungszentrum. Sehr vorbildlich gefueht. Unsere Motorraeder stehen in der Schreinerei und Werner ist begeistert von den Tueren die in der Werkstatt gefertigt werden. Unteranderem lernen hier auch Informatiker, Mechaniker und Elektriker.
Kamerun ueberrascht uns auch sehr, da wir so saubere Staedte gar nicht mehr gewohnt sind Calarbar und Abuja mal ausgenommen.

Gabun

Der Zoll (Ausreise) sitzt dank EU Zuschuessen in einem nagelneuen Gebaeude im letzten Dorf vor der Grenze und die Polizei sitzt in einer Bretterbude direkt an der Grenze. Die Formalitaeten wurden zuegig erledigt so das wir in den Gabun einreisen koennen. Frueher musste man mit eine Faehre ueber den Grenzfluss uebersetzen. Jetzt faehrt man einfach ueber die 4-spurige Bruecke.
Bei der Einreise in den Gabun bekommt man nur die Formulare und muss damit dann nach Bitam 30km weiter zur Immigration. Dort mussten wir eine Stunde auf unseren Stempel warten.  
Heute kommen wir noch bis nach Mizic. Dort werden zu unserer Ankunft geradeein paar erlegte Antilopen, eine Art Wildschwein und noch ein paar andere Tiere abgeladen und vorort ausgenommen. Ein uebeler Geruch.
Heute steht unsere erste Aequatorueberqerung an. Es geht nach Libreville. Auch heute werden wir noch mal nass aber puenktlich zur Aequatorueberquerung hoert es auf. Wir verbringen einen Tag in der Hauptstadt vom Gabun, lassen uns unser letztes Visa in den Pass stempeln und besichtigen die Stadt. Die Regenzeit ist nun voll im Gange. Die Nacht hatten wir ein starkes  Gewitter und der Himmel hat seine Schlaeusen geoeffnet. Ganz schoen laut, da die Daecher hier alle aus Wellblech sind.
Unser Visa koennen wir erst um 14 Uhr abholen. Wir entscheiden uns aber danach doch noch weiterzufahren. Eigentlich wollten wir im Internet Cafe warten, dass gegenueber von der Botschaft ist. Da es heute Morgen aber keinen Srrom gibt. Naja koennt ihr euch ja vorstellen ... geht das leider nicht. Wir warten also 3 Stunden. Das Visa ist natuerlich auch nicht puenktlich fertig und der Typ in der Botschaft ziemlich leicht reitzbar. Den wollen wir uns auch nicht zu sehr veraergern. Um kurz vor 15 Uhr schwingen wir uns dann auf die Motorraeder und wuehlen uns durch den Stau um aus Libreville wieder raus zu kommen.
Die folgenden 240km werden unsere schnellste Tagesetappe, die wir bis jetzt gefahren sind.
Jetzt sind wir in Lambarene und kommen gerade aus dem Albert Schweizer Krankenhausmuseum.
Morgen machen wir uns wieder auf um im kurvenrausch durch den Urwald zu fahren. Und wuerde der Gegenverkehr nicht immer die Kurven schneiden waere das Vergnuegen noch viel groesser.

Schoene Gruesse

Werner und Claudia

07.02.2007

von Claudi und Werner

aus Abuja (Nigeria)

Hallo zusammen!!!

Carsten und Tina waren so nett uns unser 2. Nothilfepacket mitzubringen. In unserem neuen Zelt gefaellt es uns richtig gut, das Objektiv, dass Ingo uns besorgt hat haben wir sofort ausprobiert und das Weihnachtspaeckchen das Dorit uns gepackt hat, hat richtig gut geschmeckt. Es gab auch noch neues Getriebeoel und neue Schlaeuche. Die beiden haben uns noch ein grosses Nutellaglass und den Tourenfahrer dazugelegt. Danke fuer eure liebe Hilfe. Achja... Juergen und danke das Du auch diesesmal die Sachen gesammelt/ besorgt hast.

In Lome waren wir 5 Wochen und wir haben den Abfahrtstermin immer wieder verschoben. Es ist uns schwer gefallen los zu fahren.

(Anm. d. Red.: kein Wunder bei der Lage, siehe Postkarte)

Postkarte-Lome



Nachdem wir uns dann aber fest vorgenommen hatten weiter zu fahren und alles wieder auf den Motorraedern verstaut hatten sind wir genau 50 km gefahren, als Werner ein komisches Schleifen am Vorderrad hatte. Der letzte Bahnuebergang ist seinem Vorderrad nicht bekommen. Eine Speiche schleift am Bremssattel. Es bleibt uns keine Wahl wir muessen wider zurueck. In Lome ist ein KTM Haendler der die Speichen spannen kann. So haben wir es dann auch gemacht. Am Campingplatz wurden wir gefragt, warum wir unser Zelt eigentlich abgebaut haben.
Wir haben es am naechsten Morgen dann nochmal versucht. Alice hat uns versprochen ihren Fetisch ruhig zu halten damit es diesesmal mit der Abreise klappt.
Diesesmal fahren wir direkt an der Kuestenstrasse ueber die grosse Grenze. Eigentlich wollten wir das nicht, weil wir nicht wussten wie schwer es wohl sein wird mit unserem nicht abgestempelten Carnet auszureisen. An den kleinen Grenzen wissen die Beamten oft nicht so gut Bescheid.
Werner kommt voellig enttaeuscht mit den Carnets in der Hand vom Zoll. Wir hatten uns umsonst Sorgen gemacht es war ueberhaupt kein Problem. Gestempelt, Zettel rausgerissen fertig.

BENIN

An der Benin Grenze laeuft auch alles wir am Schnuerchen und auf in ein neues Land.
Kurz hinter der Grenze werden wir von einem Millitaerposten angehalten. Was jetzt? Wir steigen ab und werden gefragt, was wir trinken moechten. ,,Was soll die Cola denn kosten?" Wir bekommen ein Cola und eine Sprite in die Hand gedrueckt. " Nein, nein das kostet nichts." Nach einer kurzen Pause fahren wir weiter, um dann in einer kleinen Bar auf Jan und Sonja zu warten die kurz nach uns bei Alice losgefahren sind. Zwei Stunden vergehen aber kein Jan und keine Sonja. Wir muessen jetzt weiter damit wir nicht im Dunkeln fahren muessen. Wir uebernachten heute in Abomey. Wir muessen uns nach fast 2 Monaten auf Campingplaetzen von Europaeren wohl wieder an den Afrikastandart gewoehnen. Kein Wasser, kein Strom.
Wir haben leider keine Zeit mehr laenger im Benin zu bleiben, da wir spaetestens am 2. Frbruar in Nigeria einreisen muessen. Das heisst fuer uns jetzt Gas geben. Eine Nacht schlafen wir noch in der Mission in Ndali und dann geht es auf die Piste nach Nicki der Grenzstadt zu Nigeria.
Jan und Sonja waren schon hier, wenigstens stehen sie schon im grossen Buch.

NIGERIA

In Nigeria hatten wir uns die Grenzformalitaeten schwieriger vorgestellt. Wir reisen am 1. Februar ein.
Bei der Polizei bekommen wir problemlos unseren Einreisestempel und 28 Tage Aufenthalt. Dann geht es zur medizinischen Kontrolle, Gelbfieber Impfung und ob wir Lebensmittel dabei haben? Nein natuerlich nicht. Kontrollieren tun sie das Gott sei dank nicht. Als letztes kommt der Zoll. Das Ausfuellen des Carnets ist an dieser Grenze keine alltaegliche Taetigkeit aber gemeinsam bekommen die Zoellner das hin.
Dann noch schnell die letzten CFA in Naira gewechselt.
Die Piste wird schlagartig schlechter (ca.10km) bis zu einem Mann, der von uns Strassenbenutzungsgebuehr verlangt. Wir fragen fuer welche Strasse und er verspricht uns, das es besser wird. Gut wir zahlen die 20 Naira (keine 10 Cent)  und er hatte recht. Ein Stueck der Strasse ist sogar schon asphaltiert (ca.10 km). Da wir aber noch mal abbiegen muessen um nach Kaiama zu kommen, bedeutet das fuer uns weitere 100 km schlechte aber fahrbare Piste. Zum Sonnenuntergang kommen wir in Kaiama an, kochen noch ein paar Nudeln mit Sosse und fallen ins Bett.
Am naechsten Tag fahren wir ca. 300 km auf Asphalt in allen Ausfuehrungen. Nagelneu bis grottenschlecht. Bis Bida. Hier stehen wir nun, es ist Wochenende wir muessen tanken und wir brauchen Geld. Wir haben natuerlich die letzten Tage nach Banken gesucht aber die tauschen nicht und der Schwarzmarktkurs war miserabel.
Wir haben Glueck, wir finden einen Banker der einem Geschaeft am WE nicht abgeneigt ist, der Kurs naja aber wir wollen weiter. Jetzt muessen wir nur noch eine Tanke finden die Benzin hat. Diese Stadt besteht zu 50% aus Tankstellen aber eine zu finden die auch Sprit hat ist nicht so einfach.
Mit Geld in der Tasche und Sprit im Tank fahren wir in die Hauptstadt Abuja. Der Verkehr nimmt zu und ca. 60-70km vorher beginnt ein doppelspuriger Expressway.
Abuja selber ist eine gigantische neue Stadt. Hier ist alles groesser und neuer. Wir haben das Gefuehl wir haben Afrika verlassen. Nur das Benzinproblem bleibt uns erhalten.
So und gleich gehen wir zur Angolabotschaft und ihr koennt uns alle mal die Daumen druecken das wir das Visum bekommen. Allerdings die Botschaft von Cameron hat hier auch schon ein Baugrundstueck. Nur das Haus fehlt noch.

Schoene Gruesse aus dem 40 Grad heissen Abuja 

Werner und Claudia

15.01.2007

von Claudi und Werner

aus Lome (Togo)

Moin!!!

Nachdem wir in Bamako dann die Visa von Burkina, Ghana, Togo und die Verlaengerung unseres Malivisums im Pass hatten konnten wir diese unglaublich dreckige und hektische Stadt wieder verlassen und sind nach Segou gefahren. Hier ging es wieder wesentlich entspannter zu. Und wie es der Zufall will, treffen wir die beiden Schweizer wieder, die wir in Georgetown kennen gelernt haben. Gemeinsam verbringen wir einen schoenen Abend. Nachdem wir uns verabschiedet haben spricht uns ein Mann an, ob wir vor vier Jahren in Algerien waren. Vor uns steht Thomas mit seiner Frau Anna. Was fuer ein Zufall mit den beiden sind wir auf unserer letzten Tour ein Stueck zusammengefahren. Wir setzen uns mit ihnen zusammen und unterhalten uns bis Mitternacht.

Morgens wollten wir eigentlich weiter nach Djenne. Aber dann haben wir uns beim Fruehstueck noch so gut mit Thomas und Anna unterhalten dass wir uns entschieden haben, den Tag noch in Segou zu verbringen. Da wir nicht wissen in welchem Zustand die Piste ist und wir nicht im dunkeln fahren moechten.

Den Tag haben wir mit den beiden Schweizern am Niger, auf dem Markt und im Internet verbracht. Segou hat uns gut gefallen aber leider haben wir noch keinen anderen Ort gesehen, wo die Esel so brutal geschlagen wurden wie hier.

Ueber die Piste sind wir dann nach Djenne gefahren und haben in den vielen kleinen Doerfern schon man einen Vorgeschmak auf die grosse Mosche bekommen. Ueberall stehen kleine Moscheen im sudanesischem Baustil.

In Djenne selber ist sehr touristisch so dass wir mit mit cadaux (Geschenk) rufen ueberfallen wurden. Wir fahren in ein sehr nettes Campment mit einem wunder schoenen Blick auf die Mosche und wir erleben einen fantastischen Sonnenuntergang.

Vor dem Campment geht es leider nicht so idyllisch und ruhig zu. Wir werden auf Schritt und Tritt begleitet. Die einen moechten einen Ball, die anderen Geld, manche bieten sich als Fuehrer an und so ist man hier immer unter Leuten die alle unsere Freunde sein moechten. Dazu kommen noch die ganzen Tsssst Gerauesche von den kleinen Boutiquen bei denen man doch nur mal gucken soll. Nein wir hatte keinen Fuehrer, wir haben keine Geschenke verteilt und in den Geschaeften haben wir nur gekauft, was wir zum Essen brauchten. Gut ist es, wenn man die Preise kennt. Die schnellen hier naemlich enorm in die Hoehe. Das ist hier alles Verhandlungssache.

Um aus Djenne wieder heraus zu kommen muessen wir mit der Faehre ueber den Bani uebersetzen. Heute fuehrt uns unser Weg zuerst ueber guten Asphalt und dann ueber wunderschoene Piste ins Dogonland. Diese Volk hat sich wahrlich einen herrlichen Platz zum Leben gesucht. Die Dogon sind ein altes Volk, die sich ihre Haeuser in die Falise gebaut haben. Die Falise ist ein kilometerlanger Felszug mit einer Abbruchkante und einem Plateau. Auf dem Weg an der Falise entlang treffen wir wieder auf die beiden Schweizer, die zu Fuss durch das Dogonland laufen. Wir machen aus, dass wir gemeinsam im naechsten Dorf (Telly) uebernachten. Die meisten Doerfer sind aus der Falise auf den Boden gezogen und sind touristisch erschlossen.

Der naechste Tag wir einer der haertesten. Ab Telly gibt es nur noch Sand, Sand, Sand und zur Kroenung mit Spuren. Jetzt wird jeder sagen dann fahr nebenher. Ja aber ueber die tiefen Furchen eines Ackers laesst es sich nicht besser fahren und durch Rundhuetten kann ich auch nicht fahren. Naja gegen Mittag hatten wir unsere Motorraeder jedenfalls einigemale wieder aufgehoben und dann hat Claudia gestreikt. Wir haben uns an eine Mauer gesetzt und Pause gemacht. Wir muessen schon schlimm ausgesehen haben. Ein kleiner Junge hat uns eine Teppich gebracht und wir haben zwei Stunden geschlafen. Nach der Pause sind wir dann etwas gestaerkt weitergefahren und zwar direkt auf eine Duene zu die wir ueberqueren muessen. Gemeinsam schieben wir die Motorraeder mehr hoch als das wir fahren. Voellig erschoepft haben wir die Duene erklommen und frage in dem kleinen Dorf, das hier auf der Duene ist nach, ob wir heute Nacht unser Zelt hier aufstellen koennen. Ja kein Problem. Es ist wie in einem kleinen Paradies. Endlich koennen wie die Landschaft geniessen. Dafuer hat sich die Anstrengung gelohnt. Wir bekommen einen Tee und essen mit der Familie Hirsebrei mit Sosse zum Abendbrot. Die Verstaendigung war allerdings sehr, sehr schwer da nur die Frau ein paar Brocken franzoesisch sprach. Aber die Athmospaere war einfach unbeschreiblich.

Am naechsten Morgen sind wir kurz nach Sonnenaufgang aufgebrochen und es wurde uns gesagt, dass es nur noch 5 km Sand sind. Unglaublich wie gut sich das fahren laesst, wenn man ausgeruht ist. Und ploetzlich denken wir, wir sehen ein Fatamorgana. Das gibt es nicht mitten auf der Sandflaeche beginnt eine Strasse aus Betonplatten. Hier beginnt der Durchstieg auf das Plateu nach Bandiagara. Einer gut zu fahrenden FESTEN Piste. Gegen Mittag ereichen wir Severe und lernen dort Jutta kennen die dort ein Hotel hat. Am Nachmittag fahren wir gemeinsam nach Mopti und sie zeigt uns die Stadt.
(Anm. d. Red.: das war so Anfang Dezember)

Nach einer Uebernachtung in San sind wir nach Burkina Faso eingereist. Auf den letzten Kilometern in Mali wurden wir vom Millitaer gewarnt wir sollten besser nicht mehr anhalten bevor wir an der Grenze sind. Nach 60 km Schlaglochpiste in der Hoffnug das die Reifen halten und mit einem scheiss Gefuehl im Magen, sind wir ohne Zwischenfaelle an der Grenze angekommen.

In Burkina sind wir direkt nach Bobo Dioulassou gefahren. Dort sind wir einen Tag geblieben und haben Bobo besichtigt und sind weiter Richtung Dibougou, da es dort Krokodiele in einem Seerosenteich geben soll.

Werner hat sie auch gesehen. Ich bin auf dem Campingplatz geblieben, da wir ungebetene Zaungaeste hatten und wir unsere Sachen nicht alleine lassen wollten. Abends hatten wir dann direkt vor dem Campingplatz ein Buschfeuer, dass Gott sei dank auf der anderen Seite  der Mauer geblieben ist. Da wird einem schon mal anders, auch wenn unser Zelt auf Schotter stand, war die Wiese doch nicht weit weg.

Aus Burkina sind wir schnell wieder ausgereist, da es zur Zeit immer wieder zu Ueberfaellen kommt und die Landstrassen aus diesem Grund zum Teil geschlossen werden. Wir wollten unser Glueck auf jeden Fall nicht auf die Probe stellen und sind nach 3 Tagen Burkina nach Ghana eingereist. In Ghana sind wir sehr freundlich empfangen worden, was aber auch heisst das sich die Beamten sehr viel Zeit gelassen haben um sich mit uns zu unterhalten. Wir haben gleich ein paar CFA in Cedis getauscht und sind bis nach Wa gefahren. Ghana begruesst uns am Abend mit Stromausfall und das wird auch nicht der letzte sein. Auch die Duschen haengen meistens nur so in der Wand. Das Wasser gibt es nur in Eimern.

Ueber Wellblechpiste fahren wir weiter in den Mole Park. Gleich am Eingang begruessen uns ein paar Warzenschweine und nach einer Dusche aus dem Eimer laufen ein paar Affen ueber das Gelaende.

Am Abend lernen wir zwei Englaender kennen mit denen wir vereinbaren am naechsten Morgen eine Tour durch den Park zu machen. Sie nehmen sich den Fuehrer ins Auto und wir fahren mit dem Motorrad hinterher. Die Tour haetten wir uns allerdings  sparen koennen. Ausser ein paar Boecken haben wir nichts gesehen. Am Nachmittag beschliessen wir eine Runde zu Fuss zu machen und das war sehr viel besser. Wir finden eine Elefantenfamilie die aus 6 Elefanten besteht.

Auch die naechsten zwei Tage geht es ueber schoene Wellblechpiste von Tamale nach Jeji. Von hier wollen wir mit der Japei Queen nach Akosombo fahren. Diesen Trip bereuen wir im nachhinein allerdings sehr. Wir haben uns auf dem Schiff beide einen Durchfall gefangen wie wir noch nie einen gehabt haben. Und anstatt 1,5 Tagen hat das Schiff dann auch noch 3 Tage gebraucht. Voellig entkraeftet gehen wir vom Schiff. Wobei es Werner im Gegensatz zu mir noch blendend ging. Irgendwie habe ich es an diesem Tag noch bis nach Wil geschafft und dort sind wir dann ueber eine Woche in der Waterfall Loadge von Bernhard und Sabiene geblieben. Am 23.12. haben wir hier Babara getroffen, auf die wir uns schon gefreut haben und die so lieb war, uns ein paar Dinge mitzubringen. Gemeinsam haben wir heilig Abend gefeiert und am naechsten Morgen fahren wir gut erholt ueber eine ganz kleine Grenze in den Bergen nach Togo (Lome). 

In Lome haben wir auf Carsten und Tina gewartet, die mit dem S chiff von Antwerpen kommen und dann immer Richtung Norden zurueck fahren.  Wir muessen Oelwechsel machen und uns um Visa kuemmern. Dabei stellt sich heraus, das es nicht so einfach werden wird, an das Angola Visum zu kommen, da es das Visum in Libreville nicht mehr gibt. Es sind noch ein paar andere Motorrad und Autofahrer auf dem Platz bei Chez Alice aber eine zufrieden stellende Loesung fuer alle scheint es nicht zu geben. Wir werden uns wahrscheinlich das Transitvisum in Matadi besorgen. Die anderen versuchen es hier in Lome wo es zwei Wochen dauern soll ohne Garantie.

In der ersten Januarwoche sind wir erstmal damit beschaeftigt herauszubekommen wann Carsten und Tina ankommen. Dass ist gar nicht so einfach. Wir werden 3 Tage immer mit einem vielleicht heute Nachmittag vielleicht heute Abend vertroestet und fahren jeden Tag am Hafen vorbei. Aber am 09.01. legt die Republika di Roma dann endlich an und wir stehen puenktlich im Hafen. Die Freude ist auf beiden Seiten gross und wir verbringen die naechsten Tage gemeinsam. Wir begleiten sie noch ueber Kpalime nach Atakpame und trennen uns dann wieder voneinander. Schoene Reise!!!

Das Essen ist botze scharf, die Temperaturen liegen zwischen 22 und 35 Grad am Tag und knapp unter 20 in der Nacht, uns geht es super und wir freuen uns auf die naechsten Laender.

So das Intenet hier in Lome ist der Horror. Das war jetzt mein 5. Versuch diesen Bericht zu schreiben. Entweder ich kann die web.de Seite gar nicht oeffnen oder es ist Stromausfall und der Computer hat nichts gespeichert. Das kann man sich nicht vorstellen.

Schoene Gruesse Werner und Claudia 

20.12.2006

von Claudi und Werner

aus Wil (Ghana)

Tach zusammen!


Das Jahr ist ja nun schon ziemlich weit fortgeschritten (wir uebrigens auch...) und da wollten wir uns doch kurz bei Euch melden !

Mittlerweile sind wir schon in Ghana kurz vor der Grenze zu Togo.
Unser groesstes Abenteuer war bisher unser Bootstrip auf dem Lake Volta (Afrika ist wirklich nicht so schlimm wie meine Mutter meint ;-)) ) 3 Tage von Yeji nach Akosombo auf einem Yams Dampfer . Wirklich nur fuer Bakterienfeste und Platzangstfreie Leute zu empfehlen. Ich hoffe die Bilder sind gut geworden...

Weihnachten werden wir bei Chez Alice in Lome/Togo verbringen und dort auf Carsten und Tina warten ( die das 2 Hilfspaket liefern...;-))) )Ach ja... das waren alles Sturzschaeden!!!  1 mal Oel gewechselt und mal 3 Luftfilter ausgeklopft auf 11000km Afrika !!!

Ansonsten verlief unsere Reise ja bisher ziemlich problemlos und wird Dank einiger Freunde (und Verwanter!!) auch im naechsten (hoffentlich...) Jahr so weiter gehen.

Also wuenschen wir Euch allen ein schoenes stressfreies Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Sonnige Gruesse aus dem heissen Ghana  Werner +Claudia

03.12.2006

von Jutta

aus Sévaré (Mali)

Hallo,

 

gerade zwei Stunden ist es her, daß Claudi und Werner Sévaré in Richtung Burkina verlassen haben. Ich hänge dir zwei Fotos an, Werner bei der Ankunft im Hotel MANKAN TE und Claudi kurz vor der Abfahrt mit einer unserer 5 Schildkröten. Wer mehr über diese Gegend erfahren will, kann ja mal auf meine beiden Webseiten gucken:

 

www.mankan-te.de

www.maliphotos.de

 

Liebe Grüße aus der Sonne

Jutta

 

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23.11.2006

von Claudi und Werner

aus Bamako (Mali)

Hallo zusammen!

Nachdem unser Aufenthalt in Banjul zwecks Routenplanung und Visa Beschaffung etwas laenger war als geplant , hat auch die geplante Reise durch Guinea laenger gedauert. Leider ist das mit dem Internet in Guinea noch nicht ganz so toll!

Nachdem wir von Banjul wieder mit der sehr lustigen Faehre ueber den Gambia uebergestzt sind sind wir noch an einem Tag die ganze Northbank bis Georgtown gefahren (Gambia ist halt ziemlich klein..).Sehr Lustig sind auch KM angaben von Afrikanern!! Der erste sagt noch 40km 15 Km weiter sagt der naechste Polizist dann 50Km, nach weitern 15 Km sagt der Zoellner noch 40 Km..... und recht hatte keiner! Es waren 60Km...  ;-)) vom ersten! In Georgtown war uns aber definitiv zuviel Touristenstress und generve! Kaum angekommen ging es los mit dem Business.... komm in mein hotel,mein resaurant, bon prix , welcome du deutsch, und das volle Marokko Programm!!!

Nach einer Uebernachtung in einem Parkgebaude mit 2 Bagpackern sind wir am naechsten tag wieder gefluechtet.  der naechste Tag verging dann mit Senegal Transit nach Guinea-Bissau.

Geschlafen haben wir mal wieder an einer Grenze, am Zoll vom Senegal zu Guina-Bissau. Sehr nett und halt sicher!!  Die Zoellner haben uns sogar noch zu einer Hochzeit geschickt damit wir Foto's machen konnten ;-))!   

Am naechsten Morgen haben wir uns dann den Stempel abgeholt und sind nach Guinea Bissau gefahren. Nach allen Horrormeldungen die wir von anderen Reisenden gehoert haben war die Grenze ueberhaupt kein Problem und die Regenzeit auch schon  seit einer Woche vorbei. Es war sehr sehr gruen und die Piste noch nicht wieder instandgesetzt. Unser Abstecher nach Guinea Bissau war nur eine kleine Transitstrecke und wir sind am selben Tag wieder Ausgereist. Die Polizisten hier sind ein bisschen uebereifrig und so haben wir gleich mal zwei Ausreisestempel in den Pass bekommen. Auch die Einreise nach Guinea verlaeuft problemlos. Werner schreibt fuer den Gendameriebeamten alles in Blockschrift auf, damit er es abmalen konnte. Wir hatten viel Spass. Heute sind wir noch ueber Piste  nach Koundara gefahren. Auch hier findet man eine kalte Cola und geschlafen haben wir in der katholischen Mission. Bei den zwei franzoesischen Lehrern die dort wohnen gab es ein leckeres Abendessen. Ueber sage und schreibe Stock und Stein ging es am naechsten Tag nach Labé. Die Piste sieht in den Doerfern wirklich so aus als ob die nacht's mit Spaten Loch an Loch graben um den Verkehr zu stoppen und was zu verkaufen!!!!!  So einen Scheiss sind wir noch nie gefahren, da zereisst's Dir das Mopped!! Es gibt in jedem Dorf eine Polizei und Zollkontrolle. Sehr wichtige und freundliche aber unwissende Leute. Voellig durchgerappelt kommen wir in Labé an. Auch hier schlafen wir bei der katholischen Mission und aus einer Nacht werden drei Naechte. Weiter ging es dann nach Kissidougou nach Kankan. Die Menschen in Guinea sind sehr freundlich und sobald sie eine Kamera sehen stellen sie sich zum Gruppenfoto auf. Von ueberall kommen noch schnell welche gelaufen um auf das Foto zu kommen. Da macht fotografieren richtig Spass:-)). Aus einem Kurztrip nach Guinea sind so 11 Tage geworden.

Jetzt sind wir in Bamako und stellen fest wie schoen es in Guinea war, wo uns nicht jeder etwas verkaufen wollte. Bamako ist eine furchtbar chaotische Grossstadt. Die Wege sind sehr weit und keiner scheint sich hier wirklich auszukennen.

Am Freitag soll das Ghana Visum fertig sein, dann koennen wir endlich weiter... erst nach Djenne und dann mal sehen!

So wir gehen jetzt Reis mit Erdnusssosse geniessen, was macht Ihr??

Liebe Gruesse an alle Werner+ Claudia

 

03.11.2006

von Claudi und Werner

aus Banjul (Gambia)

Tach zusammen!

Da wir mal wieder ein halbwegs schnelles und funktionierendes Internet gefunden haben, reichlich Zeit vergangen ist und wir wieder viel zu erzaehlen haben kommt mal wieder ein neuer Bericht von uns!

Von Nouakchott sollte unsere Reise weiter in den Senegal fuehren. Von anderen Reisenden hatten wir auch eine relativ genaue Beschreibung um den richtigen Grenzuebergang zu finden . Der grosse Uebergang in Rosso soll mittlerweile einer der teuersten in ganz Afrika sein, es gibt aber noch einen kleineren Richtung Westen in Diama. Leider dachten wir das der Weg dorthin asphltiert ist...... Morgens spaet in der Auberge Sahara aufgebrochen und mit einigen Polizeikontrollen auch ziemlich zuegig bis zur Stadt Rosso gekommen. Den Abzweig konnte man mit der Beschreibung gut finden, aber der Weg war nicht asphaltiert sondern eine von der Regenzeit ausgewaschene Piste. Schneller als 40-50Km/h waren da nicht drin. Gegen 17uhr kam dann noch Werner's 7. Platten dazu (warum auch immer... Der Schlauch war irgendwie rissig...). 10 km kann man mit dem Desert aber auch gut ohne Luft fahren...bis der Reifen von der Felge rutscht! Unsere erste Begegnung mit Afrikas Wildtieren hatten wir auch: ganz viele Warzenschweine! Leider interessieren sie sich nicht wirklich fuer Vorfahrtsregeln oder aehnliches....

Gegen 17.30 waren wir dann endlich an der Grenze. Der Zoll wollte fuer das Ausstempeln der Fahrzeuge aus dem Pass einfach mal 30 Euro statt der normalen 20. Hat er aber nicht bekommen!!! Der Polizist wollte fuer seinen Stempel je10 Euro "passage de Police" (gibt es gar nicht!!). Nach reiflichem Ueberlegen und Abschaetzen unserer Wasservorraete haben wir dann doch gezahlt. Eventuell eine Nacht an der Grenze ohne Wasser ab er mit vielen Muecken erschien uns nicht so lustig....!  zum Schluss bekam die Comune von Diama noch je 5 Euro fuer die Benutzung der Piste.

WIR WAREN SEHR SAUER!!!!  Wenn Ihr mal dahin kommt bringt reichlich Zeit und Vorraete mit, spaetestens wenn die naechsten Touristen kommen schicken sie Euch weg weil Ihr geschaeftsschaedigend seid wenn auch die naechsten nicht zahlen wollen!!!!

So jetzt kommen wir in den Senegal. Aber bevor sie uns da reinlassen kommt erstmal einer mit einem Quittungsblock und das Bezahlen geht weiter. Wir sind noch ziemlich sauer und das lassen wir den guten Herren auch spueren. Aber es ist nichts zu machen. Die 10 Euro Brueckengebuehr muss leider jeder bezahlen. Die Einreise bei der Polizei und beim Zoll waren relativ problemlos ( 8 Euro pro Carnet abstempeln). Jedenfalls hat keiner mehr nach einem Geschenk gefragt. Dann ging es weiter zur Versicherung, da wir ab jetzt die Card bruene brauchen. Wir wollten sie gleich fuer 4 Monate abschliessen. Es gab sie hier aber nur fuer einen Monat und zum stolzen Preis von 25 Euro. Unsere Laune hat sich also nicht wirklich verbessert und so sind wir mittlerweile im Dunkeln und ohne Versicherung losgefahren. Bis zur ;naechsten Polizeikontrolle die natuerlich die Versicherung sehen wollte, die wir nicht hatten. Wir standen jetzt vor der Wahl, 2500 CFA (4 Euro) Strafe morgen mit der Versicherung kommen aber die Papiere bleiben so lange bei der Polizei oder 20 Euro fuer jeden und wir koennen weiter fahren. Wir haben ihm 35 Euro gegeben und sind weiter gefahren. Das waren uns unsere Papiere doch wert. Gegen 21 Uhr sind wir dann auf der Zebrabar in der Naehe von St. Louis angekommen.

Am naechsten Morgen haben wir dann einen Motorradfahrer kennen gelernt, der ueber die Grenze in Rosso gefahren ist. Er hat noch wesentlich mehr bezahlt. (Versicherung 50 Dollar fuer einen Monat). Wir haben unsere Versicherung dann in St.Louis abgeschlossen und fuer 3 Monate 23 Euro bezahlt.

Die naechsten zwei Wochen haben wir fuer Kost und Logis auf der Zebrarbar gearbeitet und viele nette Leute kennen gelernt. Unter anderem die 3 deutschen Motorradfahrer die auf dem Weg nach Dakar (auf dem Weg zum Rueckflug in den Schwarzwald) waren. Freundlicherweise hat Wolfgang fuer uns ein kleines Paeckchen mit Filmen und Holzfiguren mitgenommen!!! Danke noch mal fuer Eure Unterstutzung!!!!

Am 30.10.06 ging es dann weiter Richtung Gambia. Nach einer Uebernachtung in einer katholischen Mission in Kaolack sind wir am naechsten Tag ueber die Grenze nach Gambia gefahren. Problemloser Grenzuebettritt, dafuer abenteuerliche Faehre ueber den Gambia River.

Jetzt sind wir in Banjul (Hauptstadt Gambia) auf dem Autoschieber Campingplatz von Heinz und Moni. Dank Heinz und Mikes Hilfe haben wir innerhalb von 2 Tagen das Nigeria und das Guinea Visum im Pass.

Von hieraus geht es jetzt weiter Richtung Osten am Gambia River entlang.

Schoene Gruesse aus dem HEISSEN Gambia (koennt Ihr uns mal ein bisschen Kaelte runterschicken)

Werner und Claudia

 

12.10.2006

von Claudi und Werner

aus Nouakchott (Mauretanien)

Tach!

Seid dem letzten Bericht sind wir von El-Ouatia (Westsahara) bis nach Nouakchott gekommen. Da wir noch auf Chris und Natascha warten wollten, sind wir erst in kurzen Stuecken weitergefahren. Leider waren alle Staedte und Campingplaetze einschliesslich El-Ouatia nicht so das wir haetten laenger warten wollen! Bei Norbert+Muriel in El-Ouatia war es sehr schoen aber leider zu teuer fuer unser Budget  ;-( . Auf dem folgenden Campingplatz bei 2 Belgiern war es weder billig noch gut ( KEIN Schatten, kein anstaendiger Windschutz aber dafuer viel  Sonneund Wind Verpflegungsmoeglichkeiten = 0 )  ;-(( In Laayonne-Plage gab es zwar keinen Schatten, aber der Platzwart hat uns freundlicherweise in der Cafeteria wohnen lassen. Dafuer gab es dort anscheinend ausser drei Jungs im Internetcafe, dem Platzwart, ein paar Strassenarbeitern und uns keine Menschenseele........ Dort erreichte uns dann auch die Nachricht von Natascha +Chris das sie noch in Malaga sind und wir schon weiterfahren sollten. Die beiden haben mal so eine richtige Pannenserie  ;-(( !

War aber fuer uns ganz gut weil uns die Westsahara ausser dem billigen Sprit nicht wirklich gefallen hat! Am Tag darauf ging es dann mal zuegig weiter, wir schauen mal wie weit wir kommen. Unterwegs noch 3 eilige Oestereicher getroffen ( Oestereich-Gambia-Oestreich  15000Km in 1 Monat) und immer schoen geradeaus fahren...... letzte Tankstelle noch was gegessen (Sonnenuntergang die anderen durften auch!!!) und dann noch eben die letzten 80 Km  zur Grenze im dunkeln durchgerollt. Um 21 Uhr war die Grenze dann auf einmal vor uns,  die Zoellner gefragt, Zelt aufgebaut und auf den Tacho geschaut... 820 Km. Die Westsahara und der Ramadan treiben schon ganz ordentlich ;-)!

Am naechsten Tag in Mauretanien eingereist. Das Pistenstueck im Minenfeld war mit verfahren maximal 5 Km lang nicht wirklich eindeutig markiert aber auch nicht wirklich schwer (steinig bisschen Sand). Der erste Offizier bei den Mauretaniern  fragt tatsaechlich nach seinem Geschenk. Da denkt man schonmal ganz komische Sachen sag ich Euch...  ging aber auch ohne ;-))!  Visum gekauft 20 Eu pro Person, am Zoll noch schnell die Mopped's eintragen (10 Eu pro Mopped) lassen (sehr freundlich) und ohne Cadaeu in Mauretanien angekommen! Claudi hat bei der 2 Duene auf der Strasse noch versucht die Schwerkraft zu verarschen dann waren wir auch schon in Nouadibou auf dem Camping ABBA. Hier haben wir dann mal endlich unsere Reifen gewechselt, hat sich aber gelohnt sie mitzuschleppen! Den2 Tag wollten wir uns eigentlich das Cap Blanc ansehen sind ueber eine nette Piste hingefahren und haben es auch gut gefunden. Nur das der Park mittlerweile 1400 UM kostet und eigentlich mehr einer Muelldeponie gleicht. Leider ist das Preisniveu in Mauretanien insgesamt ziemlich hoch. Haben auf dem Platz  2 nette Englaender auf Honeymoon kennengelernt . Abs und Luke sind auch auf dem Weg nach Suedafrika (und wieder hoch) aber mit Toyota und leider verschiffen sie von Dakar bis Capetown und fahren dann auf der Ostseite wieder hoch. Mit den beiden wollten wir dann die alte Ebbstrand Piste nach Nouakchott in Angriff nehmen. Leider war das ein Fehlversuch, nach 50 KM Spuren meistens im Sand (mal tief , mal mit Steinen oder mit Kamelgrasshoeckern) ging auch mir die Luft aus! Machte eigentlich viel spass!  Sind dann noch 40 km zurueck gefahren um dann als Entschaedigung noch eine wunderbare Nacht mit L agerfeuer (Thanks Luke) im 1000 Sterne Hotel an einer Sichelduene zu verbringen! Die restlichen 430 km bis Nouakchott  hatten wir dann bis kurz nach Mittag auf dem Tacho. Auf dem Weg von Nouadibou bis Nouakchott hatten wir 6 Polizei und  Zoll Kontrollen, wobei nur die Autofahrer nach Geschenken gefragt wurden .

Mittlerweile sind wir seid 2 Tagen hier, in der Auberge-Sahara wo wir gerade wohnen gefaellt es uns ganz gut und man trifft hier nette Leute (Langzeitreisende mit Auto, Bus, LKW, Fahrrad, Bagpacker und Autoschieber) . Das Visum fuer Mali haben wir nach 1,5 Stunden warten und ca. 20 Eu auch schon im Pass!!

Wir werden in den naechsten Tagen nach St.Louis (Senegal) weiterfahren. Dann ist fuer uns der Ramadan auch endlich zuende(hier bruellt der Muezzin noch viel lauter, laenger und oefter als in Marokko!!!).

Wir denken an Euch wenn wir schwitzen,versprochen!!!

Liebe Grusse an alle   Werner+Claudia

 

1.10.2006

von Claudi und Werner

aus El-Ouatia (Marokko)

Tach zusammen!

Nachdem wir uns  das letzte Mal gemeldet haben, haben wir zwar nicht viel erlebt aber viele Km gemacht! Von Tinerhir aus sind wir an einem Tag nach Merzouga gefahren und haben bei Ali unsere Reifen abgeholt 210 km. Am 2 Tag zuegig von Merzouga nach Foum-Zguid 430 km. Am 3 Tag von Foum-Zguid nach El-Ouatia (westl. von Tan-Tan) 580km.

Nach der Gurkerei sind wir jetzt auf der richtigen Strasse Richtung Sueden..... wird Zeit nach Mauretanien zu kommen!!

Sind heute am Strand gelaufen haben Kuchen gegessen und warten jetzt auf Natascha und Chris (Tach Bodo und Micha...die haben auch Diesel in Spanien getankt ;-))  )

Ach, ja der Kuchendealer mag mich was auch immer ich hol.... kost immer 4 DH (ca.40 Cent)!! Und ich hol VIELLLL!

Mal sehen wie das Netz in Mauretanien ist.... wir suchen und melden uns dann  wieder!!

 

Liebe Gruesse an alle   Werner+Claudia

 

27.09.2006

von Claudi und Werner

aus Tinerhir (Marokko)

Tach auch!!

Seit unserem letzten Eintrag hat sich mal wieder viel getan. Nach 2 Ruhetagen in Zagora (Bodo und Micha sind schon 1 Tag frueher gefahren) ging es auch fuer uns am 22.9  weiter Richtung Marakech.  Den ersten Tag sind wir bei schoenem Wetter ( ab 1000 m wurde es etwas kalt)  bis ca. 40 KM vor dem Tizi-n-Tichka gekommen. Nachdem wir keinen Campingplatz mehr gefunden haben hat uns der Dorfpolizist dann zu einer Familie geschickt (deren Handynr. er rein zufaellig in seinem Handy hatte ;-)  ). Die hatten ein Zimmer und wollten eigentlich nur Vollpension vermieten. Fuer laecherliche 400 DH (ca.40 EU)die Nacht... sind dann aber noch auf 100 DH nur fuer's Zimmer runtergegangen. Am naechsten Tag sollte es frueh losgehen um bei schoenem Wetter(und 10 Grad.. ganz schoen kalt) auf der Passstrasse  ein paar Fahrfotos zu machen. Ziemlich genau 20 KM ging das auch gut . Dann sah  man schon den Nebel der von Norden ueber den Atlas kam und damit Ihr noch mehr zu lachen habt kam auch noch Regen dazu......  ! Wenn man schon kein Glueck hat kommt meistens auch noch Pech dazu ( gell Holger ??) hatte Werner an dem Tag auch noch 2 Plattfuesse, natuerlich standen wir mitten im Schlamm......!   Sind aber trotzdem noch den Tag gegen 14 Uhr in Marakech. Campingplatz finden wird dort aber immer schwerer, die Strasse wird immer groesser und die Einfahrt haben wir nur noch Dank der Fahnen gesehen. Der Platz ist aber schon ziemlich heruntergekommen! Nach einem schoenen Abend in Marakech mit Micha, Bodo, Solveigh und Fritz (2 Moppedfahrer aus Muenchen)  konnten wir am naechsten morgen direkt mal wieder Reifen flicken ueben! Auf dem 1 cm langen Riss wollte der Flicken nicht halten, also sind wir schon 1 Stunde zu spaet zum Treffpunkt Tamelelt aufgebrochen. Micha und Bodo die im Hotel geschlafen haben kamen noch 5 Minuten nach uns ;-))) !

Zusammen ging es dann weiter Richtung El-Ksiba. Nach weiteren 60 KM bot sich folgende Situation....  na wer will raten????  Der **********  Flicken hat schon wieder nicht gehalten!!!  An einer grossen Raststaette (ohne jeglichen Verkehr...) Reifen raus, Mantel runter, Schlauch raus, Flicken drauf, Cafe trinken und weiter!  Ach ja nach weiteren 35 KM ..... *************************************************************  !!!!!!!!!!!!!  Und das war die kurze Version ;-)  Sind noch zum freundlichen Vulkanisier gekommen, der uns dann den Reifen und den Schlauch runderneuert hat ;-)))  Geht doch, warum nicht gleich so und der TUEV haette bestimmt auch seine Freude!!!!

Den Abend sind wir nicht mehr wie geplant nach El-Ksiba gekommen trotz Fahrt in der Dunkelheit. Wir haben dann bei einem Bauern nachgefragt ob wir auf seinem Acker unsere Zelte aufbauen koennen. Das waere kein Problem. Und nach kurzer Zeit kommt er wieder und bietet uns an im Haus zu schlafen. Wir waren uns alle nicht sicher ob das jetzt das Schlaf- oder Gaestezimmer der Familie war! Zu allem Ueberfluss gab es dann auch noch Tee und Brot (mit Honig,Butter und Oel)!Nach einer ziemlich kurzen Nacht (haben trotzdem gut geschlafen!!) hat der Hahn alles gegeben uns am schlafen zu hindern!! Am naechsten Tag gab es noch Fruehstueck obwohl die Familie wegen Ramadan schon lange gefruehstueckt hatte. Sind dann bis El-Ksiba noch mit Bodo und Micha zusammen gefahren und haben uns dort nach einem Cafe auf dem alten Campingplatz getrennt.  Danke nochmal Bodo, fuer das Nutella und den Schlauch!!!!! Kommt gut nach Hause!!

An unserem ersten Tag alleine sind wir dann noch ueber Imilchil auf den Tizi-Tirherhouzine gefahren. Nach einer sehr schoenen und kalten Uebernachtung im 1000 Sterne Hotel auf 2768 m fahren wir am naechsten Tag ueber Agoudal, Ait-Hani und die Todra Schlucht weiter nach Tinerhir. Das Verbindungsstueck zwischen Todra und Dades Schlucht war wegen Regen so schlecht das wir lieber ueber TEER durch die Todra Schlucht gefahren sind!

Jetzt sind wir in Tinerhir auf dem Camping Ourti und werden morgen weiter fahren nach Merzouga wo wir unsere neuen Reifen wegen der Piste auf dem Camping gelassen haben. Wahrscheinlich geht es morgen auch direkt weiter Richtung Westen  nach Mecissi  Inshahlla  oder so aehnlich...

Ach ja bei den Platten steht es 5:0 fuer Werner ;-))

Liebe Gruesse an alle   und bis die Tage    Werner+Claudia

 

So Harry viel Spass beim Lesen und Lachen !  Hoffe das das mit den Bildern auch so funzt!!

Werner+Claudia

19.09.2006

von Claudi und Werner

aus Zagora (Marokko)

Also ..ist bisher alles ganz gut gelaufen!! Anfahrt über Spanien noch gut 850 km zu fahren über Nacht dann von Almeria nach Nador und Dienstag Morgen dann endlich in Marokko. In Nador hat es zur Begruessung geregnet. Sind am Dienstag dann über Tagounite und Debdou auf das Plateau de Rekkam gefahren, war ohne Schnee aber ziemlich trist! Die erste Nacht wild zelten war schon ganz nett aber leider ziemlich windig. Weiter ging es dann nach Talsinnt und Boudnib nach Source bleu de Meski ( schon mit sehr viel Schotter und Sand  ;-))  )   Am Freitag ging es dann von Meski nach Merzouga. Die Piste von Erfoud nach Zagora hat sich schon sehr verändert und ist sogar schon komplett asphaltiert. Man kann natürlich immer noch nebenher fahren  iss ja mal ausreichend Platz ;-) !  Im Mai hat es dort so geregnet das die Piste so nicht mehr existiert und Ksar Zania auch halb weggeschwemmt ist( da hat es jetzt Frösche im Teich ..) Nach einem Ruhetag sind wir dann am Sonntag aufgebrochen nach Zagora; Diesmal über Risani, Mecissi und dann auf die Piste Richtung Sueden . die erste Nacht haben wir auf einem Camping Platz auf einer sehr schönen Passhöhe geschlafen. Die 2 Nacht dann wieder wild auf der Piste, weder schön noch nett.. aber ruhig!! Heute sind wir schon vormittags in Zagora angekommen. Sind jetzt auf dem Camping Palmerie wo wir auch beim letzten mal waren.

LG an alle die mitlesen  werner+claudia

10.09.2006

(von Harry)

Es geht los,

ein letztes Mal von Mama und Papa verwöhnen lassen,

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und dann nach Wuppertal zum Paetschman.

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Hier warten schon die Mitreisenden durch Marokko und der Transporter für die erste Etappe bis nach Barcelona.

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So wollen wir Euch in Erinnerung behalten:

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Wir arbeiten noch an Inhalt und Design, freuen uns aber über Anregungen und Hinweise an unsere  Mail-Adresse webmaster@claudi-und-werner-reisen-durch-die-welt.de